Volleyball
Heynen kündigt Abschied an

Deutschland und die Welt
26.01.2016
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Berlin. Zwei Wochen nach dem frustrierenden Olympia-Aus hat Volleyball-Bundestrainer Vital Heynen seinen Abschied angekündigt. Der Coach teilte am Montag mit, seinen am 30. September auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern - und womöglich zuvor schon seinen Hut zu nehmen. Die Weltliga im Juni soll zwar das letzte Turnier der Nationalmannschaft unter dem Belgier sein. Er "habe auch kein Problem, meinen Platz schon vorher meinem Nachfolger zu überlassen", sagte der 46-Jährige. Auf jeden Fall muss der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) nun sowohl für seine Frauen als auch die Männer neue Auswahl-Trainer suchen.

"Auch alles Schöne geht einmal zu Ende", schrieb Heynen in einer Mitteilung auf der Verbandsseite und garnierte die Aussage mit einem Smiley. Die Sommerspiele von Rio hätten der Höhepunkt für den Mann aus Maaseik werden sollen, aber daraus wurde nach einer dramatischen Niederlage in der Olympia-Qualifikation gegen Polen nichts. Mangelnde Professionalität und fehlende Unterstützung seitens des Verbandes dürften nach Ansicht des Vereinstrainers von Tours VB ihr Übriges getan haben.

Heynen hatte die Volleyballer 2012 als Nachfolger von Raul Lozano übernommen. Er führte Georg Grozer & Co. auf Anhieb zu Olympia in London. Sein größter Erfolg war WM-Bronze 2014. Es war die erste deutsche WM-Medaille nach 44 Jahren. Im Vorjahr siegte das Team bei den ersten Europaspielen in Baku.

"Ihr könnt alle sicher sein, ich gebe noch einmal Vollgas", kündigte Heynen vor seiner DVV-Abschiedstour an. In der World League spielen die Volleyballer in Gruppe drei: Im Juni geht es in zwei Phasen gegen Mexiko, Spanien und Montenegro sowie Katar, Slowenien und Puerto Rico. Das Finale steigt vom 1. bis 3. Juli, der Sieger steigt für 2017 in die Weltliga-Gruppe zwei auf.
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