Von Ausrutscher profitiert

Der Stullner Manuel Tietz (rechts) versucht sich hier gegen den Schönseer Markus Singer durchzusetzen. Die SpVgg Schönseer Land hat nach dem 3:1-Sieg die Tabellenführer in der Kreisklasse West übernommen. Bild: ham

Damit hatte der SV Kemnath/Buchberg nicht gerechnet. Er startete in die Restrückrund als Tabellenführer. Aber nach der Partie am Sonntag gegen den FT Eintracht Schwandorf fand er sich auf Platz drei wieder. Der SpVgg Schönseer Land kam das gerade recht, denn die ist neuer Spitzenreiter.

Schwandorf. (bku) Der Auftakt in die Restrückrunde der Kreisklasse verlief für den SV Kemnath/Buchberg (35) alles andere als wunschgemäß. Der Spitzenreiter unterlag zuhause der unberechenbaren FT Eintracht Schwandorf (22) mit 0:1 und rutschte auf Rang drei ab. Die Niederlage des Wintermeisters freute die SpVgg Schönseer Land (38) und den SC Ettmannsdorf II (36). Weil die SpVgg in Stulln mit 3:1 gewann, übernahm sie die Tabellenführung. Ettmannsdorf setzte sich im Derby gegen den SC Weinberg (21) mit 2:1 durch und verbesserte sich auf Platz zwei.

Gut im Rennen liegen der TV Nabburg (4./30) trotz des 2:2 beim TSV Trausnitz (13./19), und der SC Kleinwinklarn (5./29), der den SC Teublitz (18) mit 5:1 besiegte.

SC Ettmannsdorf II       2:0 (2:0)       SC Weinberg
Tore: 1:0 (5.) Paul-Heinz Drothler, 2:0 (38./Eigentor) - SR: Reinhard Weindler (Bernhardswald) - Zuschauer: 60

(aho) Wieder voll im Rennen um einen Aufstiegsplatz befindet sich der SC Ettmannsdorf II nach dem ungefährdeten 2:0-Erfolg über den SC Weinberg. Das ehemals emotionsgeladene Derby verlief in ruhigen und geordneten Bahnen. Die Heimelf sorgte mit dem frühen 1:0 durch Drothler für klare Verhältnisse. Anschließend blieben die Gastgeber am Drücker. Sie vergaben aber einige gute Möglichkeiten. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte ein Eigentor der Gäste für das 2:0. Im zweiten Abschnitt verwaltete der SCE den Vorsprung. Der SC Weinberg bemühte sich um das Anschlusstor. hatte aber auf der anderen Seite Glück, dass die Platzherren einige ihrer guten Chancen vergaben. So verzog Gür nur knapp, dann scheiterte Gerabinger aus kurzer Entfernung am Gästetorwart. Am verdienten Sieg des Tabellenzweiten gab es keine Zweifel.

SV Fischbach       1:2 (1:2)       TSV Klardorf
Tore: 0:1 (5.) Christoph Graf, 0:2 (35.) Sebastian Ströbl, 1:2 (40.) Tobias Hofbauer - SR: Eduard Maier (DJK Gleiritsch) - Zuschauer: 100

(bku) Es war eine niveauarme erste Halbzei, wenngleich drei Tore fielen. Diese Treffer resultierten jeweils aus krassen Abwehrfehlern. Die zweite Hälfte brachte einen Fischbacher Sturmlauf. Außer einer optischen Überlegenheit konnte der SV daraus jedoch keine Vorteile ziehen. Klare Torchancen blieben aus. Klardorf kam nur noch zwei Mal gefährlich vor den SV-Strafraum, jedoch reichte es nicht zu einer vorzeitigen Entscheidung. Auf der Gegenseite rannte die Heimelf vergebens dem Ausgleichstor hinterher.

SV Altenschwand       0:0       SpVgg Bruck
SR: Josef Lottner (SV Altendorf) - Zuschauer: 100

(bku) Für beide Mannschaften ging es in diesem Derby um wichtige Punkte. Entsprechend war das Spiel umkämpft, es blieb aber insgesamt fair. In der ersten Hälfte gab es nur wenig Höhepunkte. Nach dem Seitenwechsel wirkte der SV Altenschwand entschlossener, er hatte nun einige gute Möglichkeiten. Bruck verteidigte geschickt, setzte nach vorne aber wenig Akzente. Außer einem Pfostentreffer hatte die Heimelf nichts Zählbares zu vermelden. Am Ende waren die zwei Teams mit dem torlosen Remis zufrieden.

TSV Stulln       1:3 (0:1)       Schönseer Land
Tore: 0:1 (52.) Vaclav Usak, 0:2 (55.) Franz Dietl, 0:3 (71.) Vaclav Usak, 1:3 (93.) Alexander Ries - SR: Domenic Muhr (Wernberg) - Zuschauer: 60

(bku) Gegen den neuen Tabellenführer lieferte die Heimelf eine gute Leistung ab. Vor allem in der ersten Halbzeit war es ein gegenseitiges Abtasten, keiner wollte zu viel riskieren. Dennoch besaß der TSV zwei gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte sorgte die SpVgg Schönseer Land durch den Doppelschlag von Usak und Dietl für die Vorentscheidung. Stulln warf alles nach vorne, war aber deswegen anfällig für Konter des Gegners. Einen nutzte Usak zum 0:3 in der 71. Minute. Es spricht aber für die gute Moral der Gastgeber, dass er trotz des klaren Rückstandes nicht aufgab und in der Nachspielzeit mit dem Ehrentreffer belohnt wurden.

SC Kleinwinklarn       5:1 (1:0)       SC Teublitz
Tore: 1:0 (24.) Petr Hobza, 1:1 (75.) Anton Edenharter, 2:1 (76.) Sascha Jonisch, 3:1 (78.) Alexander Paschke, 4:1 (82.) Markus Rüdiger, 5:1 (87.) Petr Hobza - SR: Willi Greber (Pleystein) - Zuschauer: 50

(bku) Für den SC Kleinwinklarn war der Heimerfolg gegen den SC Teublitz verdient. Die Gastgeber bestimmten das Geschehen, hatten es aber mit einem Gegner zu tun, der lange Zeit mithalten konnte. Vor der Pause brachte Hobza den SCK in Führung. Teublitz versuchte alles, um zum Ausgleich zu gelangen. Eine Viertelstunde vor dem Ende gelang Edenharter das 1:1, doch im Gegenzug traf S. Jonisch zum 2:1. Damit war der Widerstand gebrochen und die Platzherren hatten jetzt leichtes Spiel. Aallerdings wurden die Gäste unter Wert geschlagen.

TSV Trausnitz       2:2 (0:1)       TV Nabburg
Tore: 0:1 (15.) Roman Karel, 1:1 (53.) Michael Richthammer, 1:2 (73./Foulelfmeter) Dominik Winkler, 2:2 (82.) Benedikt Nahlovsky - SR: Walter Hanauer (TSG Weiherhammer) - Zuschauer: 80

(hny) In einem kampfbetonten Derby trennten sich der TSV Trausnitz und der TV Nabburg gerecht mit 2:2. Viel vorgenommen hatte sich die Heimelf für das erste Spiel im neun Jahr und drängte die Gäste vehement in die eigene Hälfte. Die kalte Dusche kam in der 15. Minute, als den Nabburgern mit der ersten gefährlichen Szene durch Roman Karel der Führungstreffer gelang. Der TSV hatte durch Max Mörtl die Chance zum Ausgleich. Den zweiten Spielabschnitt begann die Heimelf druckvoll. In der 53, Minute traf Michael Richthammer nach einem Eckball zum Ausgleich. Trausnitz wollte nun mehr, doch nach einem Konter gab es Elfmeter für die Gäste, den Dominik Winkler sicher zum 1:2 verwandelte. Nach drei Hundertprozentigen war es schließlich Benedikt Nahlovsky, dem in der 83. Minute das umjubelte und hochverdiente 2:2 gelang.

SV Kemnath/B.       0:1 (0:0)       FTE Schwandorf
Tor: 0:1 (72.) Tobias Lunzer - SR: Graßmann (Schwarzenfeld) - Zuschauer: 120 - Gelb-Rot: (85.) Manuel Rom (SV)

Den Start in die Restrunde hatte sich der SV Kemnath anders vorgestellt. Er verlor gegen einen Gegner, der um jeden Ball kämpfte. Allerdings hat sich der SV die Niederlage selbst zuzuschreiben, denn viermal tauchten Alexander Grill und Manuel Rom alleine vor dem gegnerischen Torwart auf, brachten den Ball aber nicht über die Linie. Einen Teil trug auch der Schiedsrichter bei, der einen klaren Strafstoß für Kemnath verweigerte und eine heftige Tätlichkeit an Christian Kumeth nicht ahndete. Kumeth musste nach dem Tritt in die Beine verletzt vom Platz. Die Entscheidung fiel nach einem Freistoß, wobei die Abwehr nicht im Bilde war und Tobias Lunzer abstaubte.
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