Von Pogba bis Higuain
Der Transfer-Wahnsinn kennt keine Grenzen

Paul Pogba klatscht den Fans im neuen ManUnited-Trikot Applaus. Der Franzose war in Europa der Königstransfer. Bild: dpa

Berlin. Paul Pogba für rund 105 Millionen Euro zu Manchester United, Leroy Sané für 48 Millionen zum Lokalrivalen City oder Gonzalo Higuaín für 90 Millionen zu Juventus Turin. Die großen europäischen Fußball-Ligen haben im Rekord-Transfersommer kräftig investiert.

Die Transfer-Könige kommen dabei aus England. Mehr als eine Milliarde Euro legten die Premier-League-Clubs für neue Spieler auf den Tisch, etwa 190 Millionen Euro zahlten sie alleine an deutsche Vereine. Zum Vergleich: Die Bundesliga-Vereine gaben rund halb so viel wie die Engländer aus - für Deutschland sind mehr als 500 Millionen Euro Transferausgaben dennoch ein Höchstwert. Spektakuläre Wechsel gab es auch in Spanien, Italien und Frankreich. Eine Übersicht zu den internationalen Ligen.

England

Neue Trainer, neue Spieler: Bei den beiden großen Clubs aus Manchester hat sich im Sommer viel getan. United mit Coach José Mourinho stemmte nicht nur Rekordtransfer Pogba, sondern verpflichtete weitere Stars wie Henrich Mchitarjan (42 Millionen Euro) und Zlatan Ibrahimovic. Pep Guardiola und Manchester City waren nicht weniger aktiv. John Stones (60,0), Ilkay Gündogan (25,0), Claudio Bravo (20,0), Nolito (18,0) und Sané (48,0) sind nur die prominentesten der zahlreichen Zugänge. Die weiteren Top-Transfers in der Premier League: Shkodran Mustafi (40,0) und Granit Xhaka (45,0) wechselten zum FC Arsenal, David Luiz (40,0) kehrte zum FC Chelsea zurück.

Spanien

Verglichen mit der Premier League waren die meisten Transfers in der Primera División fast schon günstig. Doch auch der FC Barcelona hat sich ordentlich verstärkt. So wechselten die französischen Nationalspieler Samuel Umtiti (25,0) und Lucas Digne (16,5) ebenso nach Katalonien wie André Gomes (30,0), Paco Alcácer (30,0) und der niederländische Nationalkeeper Jasper Cillessen (13,0). Erzrivale Real Madrid hielt sich dagegen ungewohnt zurück und verkündete nur einen prominenten Zugang: Álvaro Morata (30,0) kehrte aus Turin in die Hauptstadt zurück.

Italien

Der Wechsel von Higuaín vom SSC Neapel zu Juventus Turin überstrahlte in der Serie A alle anderen Transfers. Der Meister holte zudem Miralem Pjanic (32,0) vom AS Rom. Neapel verpflichtete als Ersatz für Angreifer Higuaín den polnischen Nationalstürmer Arkadiusz Milik. Inter Mailand holte João Mário von Sporting Lissabon, den Brasilianer Gabriel vom FC Santos und Antonio Candreva von Lazio Rom. Die Römer sicherten sich die Dienste des Ex-Dortmunders Ciro Immobile (8,5). Lokalrivale AS Rom verpflichtete Verteidiger Antonio Rüdiger (9,0).

Frankreich

Nach dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic hat Serienmeister Paris St. Germain auch in diesem Sommer auf dem Transfermarkt wieder zugeschlagen. Neu im Team sind unter anderem die Franzosen Hatem Ben Arfa und Alphonse Areola sowie der Belgier Thomas Meunier.
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