Vonn lacht, Neureuther zweifelt

Nach dem Ritt über die WM-Strecke in Beaver Creek hob Felix Neureuther fragend die Arme und blickte den Hang hinauf. Statt eines möglichen Spitzenergebnisses reichte es knapp zwei Monate vor den Titelkämpfen im Februar bei strahlendem Sonnenschein nur zu Rang acht in den amerikanischen Rocky Mountains. Auf Rang drei fehlte am Ende etwas mehr als eine halbe Sekunde. Der Sieg ging an Olympiasieger Ted Ligety aus den USA vor dem Franzosen Alexis Pinturault und Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher aus Österreich. Nach Platz zwei in Sölden blieb Fritz Dopfer mit Rang zehn hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Knapp eine Stunde zuvor hatte Lindsey Vonn ihr überragendes Wochenende mit Rang zwei im Super-G beendet. Statt eines emotionalen Jubels wie nach dem ersten Abfahrtssieg am Samstag gab es dafür am Sonntag aber nur noch ein kurzes Winken. 0,37 Sekunden Rückstand auf Gewinnerin Lara Gut aus der Schweiz schienen der 30-Jährigen zu viel - ein Jahr ohne Weltcup-Rennen und zwei Kreuzbandrisse hin oder her. Viktoria Rebensburg steigerte sich als beste Deutsche nach Rang fünf in der Abfahrt auf einen guten vierten Platz am Sonntag, nur 0,06 Sekunden hinter Tina Maze aus Slowenien. Vonn dagegen konnte ihren phänomenalen Ritt über ihre Lieblingspiste in Kanada vom Samstag ohnehin nicht mehr verbessern. "Ich denke schon, dass es der glücklichste Tag meines Lebens ist", sagte sie nach dem 60. Weltcup-Sieg ihrer Karriere überwältigt.
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