Vorwurf der Korruption

Der Weltsport wird nun auch von einer Korruptionsaffäre im Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) überschattet. Dem früheren IAAF-Präsidenten Lamine Diack wird Bestechlichkeit und Geldwäsche vorgeworfen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichtete, hat die französische Justiz Anklage gegen den 82-jährigen Senegalesen erhoben. Auch sein Rechtsanwalt Habib Cisse wurde angeklagt. Zudem ist der frühere Direktor der Anti-Doping-Abteilung der IAAF, Gabriel Dolle, in Polizeigewahrsam genommen worden.

Diack, der im August nach 16 Jahren als IAAF-Präsident abgetreten war, wird verdächtigt, für die Vertuschung von positiven Blutdoping-Fällen 200 000 Euro aus Russland erhalten zu haben. Möglicherweise handelt es sich unter anderen um den Fall der Marathonläuferin Lilija Schobukowa. Sie soll sich den Start bei Olympia 2012 in London mit 450 000 Dollar erkauft haben, um eine Doping-Sperre zu vermeiden.
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