Was macht Weinzierl?
Ausgburger Coach hält sich bedeckt

Ich habe immer gesagt, ich konzentriere mich auf den Klassenerhalt. Danach fange ich an, mir Gedanken zu machen.

Gelsenkirchen. Noch zögert Markus Weinzierl. Der Trainer des FC Augsburg will erst den Klassenverbleib mit seiner Mannschaft auskosten, alles sacken lassen und ein wenig durchatmen. Erst danach möchte der 41-Jährige über seine Pläne reden. Nach dem 1:1 beim FC Schalke 04 umschiffte Weinzierl am Samstag galant alle Fragen zu seiner Zukunft. "Darum geht es jetzt nicht. Ich habe immer gesagt, ich konzentriere mich auf den Klassenerhalt. Danach fange ich an, mir Gedanken zu machen. Wenn eine Entscheidung gefallen wäre, hätten wir sie schon verkündet", versicherte der umworbene Coach, der nach wie vor als heißester Kandidat für die Nachfolge des umstrittenen Schalke-Trainers André Breitenreiter gehandelt wird.

Weinzierls Grundsatzentschluss, Augsburg nach vier Jahren zu verlassen und eine neue Herausforderung zu suchen, scheint aber längst gefallen zu sein. Den Wechselwunsch kundzutun, dürfte nach der auf ein sechstes Jahr verlängerten Bundesliga-Zugehörigkeit nur eine Frage von Tagen sein. "Ich freue mich für die Jungs und den Verein", kommentierte der Straubinger am Samstag eher distanziert die "Willensleistung" seiner Elf.

Mit dem Last-Minute-Treffer von Daniel Baier hatte sie zugleich die letzten Champions-League-Träume der Königsblauen zerstört. Für FCA-Manager Stefan Reuter hat sich in der Trainerfrage zumindest in öffentlichen Kommentaren nichts geändert. "Er hat einen Dreijahresvertrag. Aktuell sind die Chancen auf seinen Verbleib bei 100 Prozent", sagte Reuter in Gelsenkirchen.

Baier hatte sich als Kapitän für sein erstes Saisontor genau den richtigen Moment ausgesucht. "Die Jungs müssen mir einfach öfter rund um den Sechzehner den Ball auflegen, dann mache ich die Dinger auch", sagte der Mittelfeldspieler grinsend. Der Routinier war wie alle Augsburger erleichtert, dass am letzten Spieltag gegen den Hamburger SV nicht mehr gezittert werden muss. "Brutal" seien die vergangenen Wochen für den Kopf gewesen, sagte der 31-Jährige.
Ich habe immer gesagt, ich konzentriere mich auf den Klassenerhalt. Danach fange ich an, mir Gedanken zu machen.Markus Weinzierl
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