Weiter Turbulenzen in Nürnberg - Wolf fordert sofortigen Bader-Rückzug
Club im Umbruch

Trotz des angekündigten Rücktritts ist die Personalie Martin Bader noch nicht vom Tisch. Bild: dpa
Zweitligist 1. FC Nürnberg kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach der angekündigten Trennung des "Clubs" von Martin Bader fordert Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Wolf nun den sofortigen Rückzug. "Martin Bader muss sich aus dem sportlichen Bereich sofort zurückziehen! Das ist der einzig logische Schritt, nur dann können wir wieder Vertrauen aufbauen", sagte Wolf der "Bild"-Zeitung am Mittwoch.

Bader und der Verein hatten in der vergangenen Woche ihre Trennung zum 1. Oktober bekanntgegeben. Eine Lösung, mit der Ex-FCN-Trainer Wolf nicht einverstanden ist. "Wo soll denn der Sinn sein, wenn Bader jetzt weiter Spieler transferiert? In der jetzigen Konstellation kann es nicht mehr weiter gehen!", erklärte der 57 Jahre alte Funktionär. Wolf selbst ist nach einer Operation am Blinddarm derzeit krank geschrieben, will aber wohl noch in dieser Woche das Gespräch mit Bader suchen. Er stellte noch einmal ausdrücklich klar, dass neben ihm und Trainer René Weiler auch Bader und Chefscout Christian Möckel den aktuellen Kader zusammengestellt hätten.

Der noch amtierende Sportvorstand Bader erklärte mit Blick auf seine verbleibende Amtszeit bis Ende September: "Ich habe dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass ich noch mehr als in der Vergangenheit Wolfgang Wolf und René Weiler meine einzelnen Arbeitsschritte transparent darlegen werde". Es sei "selbstverständlich" auch eine Option, "sich aus dem operativen Transfergeschäft ganz rauszuziehen", betonte der 47-Jährige. Über eine mögliche Nachfolge haben die Franken bislang nichts mitgeteilt.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.