Welche Serie reißt?

Der Gladbach Julian Korb (links) und Rafinha geraten aneinander: Der Klassiker zwischen der Borussia und dem FC Bayern wird auch bei der Neuauflage am Samstagnachmittag für einige emotionale Szenen sorgen. Bild: dpa

Auf diese Rückkehr musste Franck Ribéry lange warten. Nach neun Monaten Zwangspause reist der Franzose überraschend mit dem Team nach Mönchengladbach. Pep Guardiola rät dringend zum Genuss des Spiels. Super-Serien stehen vor dem Ende.

Die Augen von Pep Guardiola leuchteten vor Freude auf ein Fußball-Spektakel gegen eine "tolle, tolle Mannschaft" - und der Auftritt von Franck Ribéry im Abschlusstraining hob die Laune beim FC Bayern weiter. Überraschend entschied sich Guardiola nach den Eindrücken in der letzten Einheit des Fußball-Rekordmeisters am Freitagnachmittag, den Franzosen doch mit zum Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach zu nehmen. 268 Tage nach seinem letzten Einsatz für die Münchner ist der Offensivstar zumindest wieder im Kreis der Mannschaft zurück.

Neun quälend lange Monate liegen hinter Ribéry, der am Mittwoch erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert hatte. Das Abschlussspiel hatte er nach seinen rätselhaften Sprunggelenksproblemen da noch ausgelassen, am Tag vor dem Spiel zog er die Einheit voll durch. "Franck hat wahnsinn trainiert. Wir sind sehr zufrieden mit ihm", sagte Guardiola und freute sich schon über die Rückkehr des 32-Jährigen dieser Tage ins Teamtraining. "Das ist eine große Nachricht für uns." Zuletzt kam der Flügelspieler am 11. März in der Champions League gegen Donezk zum Einsatz.

Guardiola ist sich "sicher", dass der Franzose noch in diesem Jahr wieder für die Bayern aufläuft. Ob das schon beim erwarteten Offensiv-Highlight in Gladbach der Fall ist, bleibt abzuwarten. "Wenn den Leuten in Deutschland langweilig ist oder sie nichts zu tun haben, rate ich ihnen, das Spiel im Fernsehen anzuschauen. Es wird ein super, super Spiel", erklärte Guardiola. Der Spanier lobte Spieler, Taktik und Mentalität beider Teams, über die nahende 21. Herbstmeisterschaft verlor der Bayern-Coach dagegen kein Wort. "Das ist eigentlich kein Titel, das ist ja nur Status quo zur Weihnachtszeit", betonte auch Thomas Müller.

Der dominierende Tabellenerste gegen das andere Top-Team der vergangenen Wochen - der Klassiker der 1970er Jahre ist seit der Renaissance der Mönchengladbacher in den vergangenen Jahren auch im aktuellen Fußball wieder ein richtiger Hingucker. In dieser Saison berauscht das Team seit dem Trainerwechsel ebenfalls wieder seine Fans: Unter André Schubert verloren die Mönchengladbacher keines ihrer neun Bundesligaspiele, nur Bayern holte da mit 25 Zählern mehr Punkte als die "Fohlen". Mit einer beträchtlichen Wahrscheinlichkeit wird eine der imposanten Serien reißen.
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