Wieder 0:0: Dortmund im alten Trott

Wieder kein Tor, erneut kein Sieg - die fade Nullnummer gegen Köln machte wenig Mut für die Champions-League. Ausgerechnet vor dem zweiten Achtelfinal-Duell am Mittwoch mit Juventus Turin (20.45 Uhr) geriet die Klettertour von Borussia Dortmund in der Bundesliga-Tabelle ins Stocken. Sichtlich ernüchtert kommentierte Trainer Jürgen Klopp die wenig anregende Generalprobe seiner Mannschaft: "Wenn das Spiel heute für etwas gut war, dann dafür, dass wir gesehen haben, wie es nicht geht."

Wie schon beim 0:0 gegen Hamburg vor einer Woche mangelte es der mit teuren Stars besetzten BVB-Offensive gegen einen tief stehenden Gegner an Durchschlagskraft. Zu selten gelang es, die von Trainer Peter Stöger glänzend organisierte Kölner Defensive ins Wanken zu bringen. Nur zehn Torschüsse waren ein Saisonnegativrekord in einem Heimspiel. Ähnlich wie Klopp hofft auch Sportdirektor Michael Zorc, dass den Zuschauern in der Partie gegen den Tabellenführer der italienischen Liga eine weitere Enttäuschung erspart bleibt: "Am Mittwoch brauchen wir eine deutliche Leistungssteigerung."

All jene Fantasten, die dem noch vor wenigen Wochen von Abstiegsangst geplagten Vorjahreszweiten sogar noch einen Vorstoß in die Champions-League-Regionen zugetraut hatten, wurden eines Besseren belehrt. Zwar blieb der BVB zum sechsten Mal in Serie ohne Niederlage, aber über weite Strecken der Partie erschreckend harmlos. Erst nach der Einwechslung von Kevin Kampl und Jakub Blaszczykowski war Torgefahr erkennbar. Roman Weidenfeller versuchte, dem schwachen Auftritt positive Seiten abzugewinnen: "Ich würde keineswegs von einem Rückschlag sprechen. Davon sind wir weit entfernt." Dennoch machte der Torhüter aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: "Eigentlich hatten wir uns mehr vorgestellt."
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