Wilhelmshaven zu Unrecht abgestiegen

Der SV Wilhelmshaven hat im langjährigen Rechtsstreit mit dem Fußball-Weltverband Fifa einen Erfolg mit möglicherweise weitreichenden Folgen errungen. Das Oberlandesgericht Bremen (OLG) erklärte den auf Anweisung der Fifa verhängten Zwangsabstieg des Amateurclubs aus der Regionalliga Nord für unwirksam. Zugleich stellten die OLG-Richter fest, dass maßgebliche Fifa-Vorschriften zur Ausbildungsentschädigungen gegen Europa-Recht verstoßen.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Rechtsstreits, der an das Bosmann-Urteil erinnert, hat das OLG Bremen die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV), der den Zwangsabstieg nach der Saison 2013/2014 verhängt hatte, kündigte als Beklagter umgehend den Gang vor die nächste Instanz an.

Der DFB reagierte enttäuscht. "Wenn Streitigkeiten vor nationalen Gerichten in den Mitgliedsländern verhandelt und unterschiedlich beurteilt werden, wird das weltweit anerkannte System des Sports außer Kraft gesetzt. Wir sehen das Urteil aus diesem Grund sehr kritisch und unterstützen den NFV bei seinem Gang vor den Bundesgerichtshof", sagte DFB-Vize Rainer Koch.
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