Wimbledon
Federer verpasst das Finale

Milos Raonic (rechts) nimmt die Glückwünsche von Roger Federer entgegen. Der Kanadier steht erstmals im Wimbledon-Finale. Bild: dpa

Siebenmal hat Roger Federer bereits in Wimbledon gewonnen. Ziel seiner Träume war es in diesem Jahr, seiner Sammlung einen weiteren Titel hinzuzufügen. Doch im Halbfinale kam das Aus. Derweil hat Angelique Kerber am Samstag ihren großen Tag.

London. Roger Federer verabschiedete sich niedergeschlagen mit einem kurzen Winken von seiner geliebten Wimbledon-Bühne. Andy Murray dagegen kämpft um seinen zweiten Titel beim ältesten Tennisturnier der Welt. An diesem Sonntag trifft der Brite auf den kanadischen Endspiel-Debütanten Milos Raonic, während Federer seine Hoffnungen, ein achtes Mal die wertvollste Trophäe in den Händen zu halten, aufgeben musste.

Publikumsliebling


Im Halbfinale scheiterte der 34 Jahre alte Tennis-Star aus der Schweiz am Freitag trotz einer 2:1-Satzführung am neun Jahre jüngeren Raonic. Nach dem 3:6, 7:6 (7:3), 6:4, 5:7, 3:6 hatte der siebenmalige Champion seine Chance vertan. "Das schmerzt wirklich. Ich hätte es schaffen können, weil ich so nah dran war", sagte Publikumsliebling Federer. Dahin waren seine Träume vom dritten Wimbledon-Endspiel in Serie und einer weiteren Bestmarke auf dem berühmten Rasen. Achtmal hat noch nie jemand Wimbledon gewonnen. Seine ohnehin einzigartige Karriere wollte er damit weiter veredeln.

Erster Kanadier


Stattdessen sicherte sich der Weltranglisten-Siebte Raonic seinen Eintrag in die Tennis-Geschichte. Als erster Kanadier zog der 25-Jährige bei den Herren ins Finale eines Grand-Slam-Turniers ein. Als Murray nach dem Fünf-Satz-Match zwischen Raonic und Federer den Centre Court betrat, hatte er keine Probleme und gewann locker 6:3, 6:3, 6:3 gegen den tschechischen Top-Ten-Spieler Tomas Berdych. "Das Finale zu erreichen, ist eine großartige Leistung", sagte Murray, der beim Vorbereitungsturnier in Queens gegen Raonic gewann.

Für Angelique Kerber steht schon am Samstag das Finale auf dem Programm. Sie kämpft um den ersten Wimbledon-Titel einer deutschen Tennisspielerin seit Steffi Graf vor 20 Jahren. Die 28 Jahre alte Australian-Open-Siegerin trifft um 15.00 Uhr auf Titelverteidigerin Serena Williams. Von bisher sieben Vergleichen mit der 34-Jährigen hat die Kielerin fünf verloren. Zuletzt gewann die deutsche Nummer eins aber Ende Januar in Melbourne im Finale gegen Williams ihren ersten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere.

Julia Görges hat derweil mit ihrer Partnerin Karolina Pliskova das Doppel-Finale verpasst. Das deutsch-tschechische Duo unterlag am Freitag Serena und Venus Williams mit 6:7 (3:7), 4:6. Die beiden Amerikanerinnen stehen im Endspiel des Grand-Slam-Turniers Timea Babos/Jaroslawa Schwedowa aus Ungarn und Kasachstan gegenüber.

Kerber-Finale: Sky mit kostenlosem LivestreamUnterföhring. (dpa) Der Pay-TV-Sender Sky zeigt das Wimbledon-Finale von Angelique Kerber gegen Serena Williams kostenfrei im Internet. Das Endspiel des Grand-Slam-Turniers am Samstag können Tennis-Fans erstmals in frei empfangbaren Livestreams sehen. Das ungewöhnliche Angebot läuft nach Angaben des Senders aus Unterföhrung unter sky.de/wimbledon und auf facebook.com/DeinSkySport. Sky hält die exklusiven TV-Rechte des Turniers für den deutschen Markt. Bisher hatte der Abonnement-Sender es stets abgelehnt, Tennisspiele frei empfangbar anzubieten.
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