Wirrwarr um Formel 1 in Deutschland

Bernie Ecclestone hat binnen weniger Stunden für große Verwirrung um das Formel-1-Rennen in diesem Jahr in Deutschland gesorgt und die Zuschauer für ein mögliches Aus mitverantwortlich gemacht. Der 84 Jahre alte Geschäftsführer bezeichnete in einem Gespräch der britischen Nachrichtenagentur Press Association das deutsche Publikum als "lausig. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist, es gibt doch einen deutschen Hersteller mit Mercedes, der Weltmeister ist und es gibt in Sebastian Vettel einen Fahrer, der viermal nacheinander die WM gewonnen hat." Dennoch seien nicht genug Tickets verkauft worden.

Auf der Homepage des Nürburgrings taucht der Grand Prix nicht auf. Dennoch brachten sich die Verantwortlichen des Eifel-Rings am Dienstag noch einmal ins Gespräch. Im Interesse der Region und der Motorsportfreunde sei man als Mehrheitsgesellschafter der Ring-Besitzgesellschaft bereit, einen "vertretbaren Verlust" hinzunehmen, sagte der Aufsichtsratschef der NR Holding, Michael Lemler, der "Rhein-Zeitung". Insgesamt müsse das Rennen aber betriebswirtschaftlich sinnvoll sein.

Die Verantwortlichen des Hockenheimrings wollten die jüngsten Aussagen von Ecclestone und die vermeintliche Absage des Rennens nicht kommentieren. "Das Rennen in Deutschland ist für mich so legendär wie der britische Grand Prix", sagte Mercedes-Pilot Nico Rosberg. "Es enttäuscht mich sehr zu hören, dass das Deutschland-Rennen noch nicht fix ist im Kalender", bedauerte der WM-Zweite aus Wiesbaden.
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