WM 2006: Staatsanwalt ermittelt

Bei der Auftragsvergabe für den Ticketverkauf der Fußball-WM 2006 in Deutschland sind möglicherweise Bestechungsgelder geflossen. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Thomas Steinkraus-Koch, am Montag auf Anfrage bestätigte, wird in München seit 2009 im diesem Zusammenhang wegen Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr ermittelt.

Vor einer Woche hatte die "Welt am Sonntag" von entsprechenden Ermittlungen in München berichtet. Demnach soll der Ticketbeauftragte im WM-Organisationskomitee des DFB Geld dafür erhalten habe, dass er sich für die Vergabe der Ticketvermarktung an die Firma CTS Eventim einsetzte. Das Unternehmen war für den Vertrieb der WM-Eintrittskarten 2006 verantwortlich.

Außerdem soll der DFB-Manager laut "Welt am Sonntag" zusammen mit dem Chef einer Ticketagentur 52 000 nicht abgerufene Eintrittskarten auf den Schwarzmarkt geschafft und daran mehrere Millionen Euro verdient haben. Zusätzlich bestehe der Verdacht, dass ein weiteres Mitglied des WM-Organisationskomitees bestochen werden sollte.
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