WM-Mannschaften im Kurzporträt - Gruppe E
Brasilien, Südkorea, Spanien und Costa Rica

Oswaldo Alvarez. Bild: dpa

Der 58-jährige Trainer Oswaldo Alvarez - genannt Valdao - übernahm die Brasilianerinnen im April 2014. Seit Januar ist die weibliche Seleção in einem permanenten Trainingscamp, das bis Olympia 2016 in Rio de Janeiro andauern soll.

Brasilien: Der 58-jährige Trainer Oswaldo Alvarez - genannt Valdao - übernahm die Brasilianerinnen im April 2014. Seit Januar ist die weibliche Seleção in einem permanenten Trainingscamp, das bis Olympia 2016 in Rio de Janeiro andauern soll. Die Ziele sind hoch: Der erste WM-Titel soll her und dann noch der Olympiasieg im eigenen Land. Bisher reichte es für die Südamerikanerinnen aber maximal zu zweiten Plätzen: bei der WM 2007 (Finalniederlage gegen Deutschland) sowie bei Olympia 2004 und 2008. Die fünfmalige Weltfußballerin Marta, derzeit bei Schwedens Meister FC Rosengard Sturmpartnerin von Anja Mittag, ist der Star im Team.

Bilanz gegen Deutschland: 1-4-6

Südkorea: Die «Taeguk Ladies» oder «Asian Tigers» sind zum zweiten Mal bei einer WM-Endrunde. 2003 waren sie in den USA dabei, aber erfolglos. Das könnte sich nun ändern, denn das Team von Trainer Dukeo Yonn (54) ist stabiler und international erfahrener geworden. In neun Testspielen dieses Jahres gab es unter anderem vier Siege gegen China, Mexiko und zweimal Russland. Zu beachten sind Mittelfeldakteurin Kwon Hah-nul (93 Länderspiele) und Torhüterin Kim Jungmi (88). Ji Soyun stürmt für Englands Vizemeister FC Chelsea und traf in 72 Länderspielen als erfolgreichste Schützin ihres Landes 32 Mal.

Bilanz gegen Deutschland: -

Spanien: So gut und erfolgreich die Männer auch sind, die Fußballerinnen hinken international bislang hinterher. Die Spanierinnen haben sich zum ersten Mal überhaupt für eine WM qualifiziert. «Furiosa Roja» nennt das Team sich in Anlehnung an Casillas, Iniesta und Co. Eine Weltklasse-Spielerin ist Veronica Boquete vom Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt. Die 28 Jahre alte Angreiferin war auch schon für Clubs in Russland, Schweden, USA und natürlich in ihrer Heimat aktiv. «Mindestens die Vorrunde überstehen und möglichst für Olympia in Rio qualifizieren» lautet ihr Ziel. Beste Schützin in der Qualifikation war Natalia Pablos (FC Arsenal) mit zwölf Toren. Trainer Ignacio Quereda (65) coacht das Team schon seit 1988.

Bilanz gegen Deutschland: 0-1-2

Costa Rica: Der 37. der Weltrangliste ist WM-Novize. Costa Ricas Trainerin Amalia Valverde übernahm das Team erst im Januar, war zuvor Assistentin der A-Mannschaft und für die U20 verantwortlich. Im März spielten die «Ticas» beim Istrien-Cup erstmals in Europa. «Wir brauchen mehr Erfahrung gegen Teams außerhalb unserer Region», sagt Valverde. Bekannteste Spielerin ist Top-Stürmerin Shirley Cruz Trana vom Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germain. 26 Tore in 46 Länderspielen gelangen ihr bisher. «Frauen, die in Costa Rica Fußball spielen, sind ehrgeizig und hungrig nach Erfolg», meint Verteidigerin Daniela Cruz. Schon die Männer waren bei der WM in Brasilien eine absolute Bereicherung.

Bilanz gegen Deutschland: -