Wolfsburgs Frauen machen's vor

Die Wolfsburgerinnen feiern ausgelassen den Gewinn des DFB-Pokals. Sie siegten gegen Potsdam klar mit 3:0. In vier Wochen wollen es die Wolfsburger Männer nachmachen. Bild: dpa

Wolfsburgs Fußball-Frauen haben sich mit dem zweiten Triumph im DFB-Pokal nach 2013 den ersten Saisontitel gesichert. In neun Tagen soll auch die Meisterschaft her. Die Männer des VfL können das Wolfsburger Double mit einem Finalsieg in Berlin perfekt machen.

Die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg hüpften ausgelassen über den Rasen und feierten den zweiten Triumph im DFB-Pokal nach 2013 überschwänglich. Wenige Minuten nach dem verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den diesmal chancenlosen dreimaligen Cup-Gewinner Turbine Potsdam im Finale reckte VfL-Spielführerin Nilla Fischer den Silberpokal in den Kölner Himmel.

Dann schnappte sich die ehemalige Nationalstürmerin Martina Müller, die dank ihrer beiden Tore (12. Minute/61./Foulelfmeter) und der Vorbereitung des dritten Treffers durch Alexandra Popp (70.) als Matchwinnerin gefeiert wurde, die Trophäe und trug sie in die Fankurve. 19 204 Zuschauer im Rhein-EnergieStadion applaudierten der 35 Jahre alten VfL-Stürmerin, die in neun Tagen ihre Karriere mit dem abermaligen Gewinn des Meistertitels krönen will. "Das ist natürlich grandios", sagte Müller, die auf dem Rasen aus der Jubeltraube ihrer Mitspielerinnen heraus in die Höhe geworfen wurde. "Wir waren heute fokussiert und konzentriert und werden sicher in angemessenem Rahmen feiern", kündigte Müller im ARD-Interview an.

Neid tippt auf den Meister

Fünf Tage nach dem unglücklichen Aus im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain zeigte sich Wolfsburg gut erholt und überzeugte durch die reifere Spielanlage. Bundestrainerin Silvia Neid hatte schon vorher auf den Meister getippt. "Grundsätzlich finde ich, dass Wolfsburg den schönsten und schnellsten Fußball spielt. Potsdam war in dieser Saison nicht so konstant", sagte die DFB-Trainerin, die fünf Wochen vor dem Start der WM in Kanada einige ihrer Schützlinge noch einmal unter die Lupe nahm. "Die Mannschaften haben sich in der ersten Hälfte ziemlich neutralisiert", analysierte Neid zur Halbzeit.

Der VfL Wolfsburg kann am 30. Mai nun sogar für ein Novum sorgen, wenn auch die Männer im Pokalfinale in Berlin gegen Borussia Dortmund die Oberhand behalten.
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