Wolfsburgs Linksverteidiger mit zwei Toren Sieggarant in Lille - Lange Verletzungspause
Rodriguez der Unterschied

Ricardo Rodriguez zirkelt diesen Freistoß zum 2:0 ins Netz des OSC Lille. Der 22-Jährige war mit seinen beiden Treffern der Sieggarant des VfL Wolfsburg. Bild: dpa
Ricardo Rodriguez wirkte nach seiner Lehrstunde in Effektivität müde. "Es war anstrengend heute", bekannte der Sieggarant des VfL Wolfsburg nach seinen zwei Toren beim 3:0-Sieg am Donnerstag beim OSC Lille, durch das der Bundesligazweite in die K.o.-Runde der Europa League einzog. Ob der Schweizer, der dem VfL zuletzt wochenlang verletzt gefehlt hatte, am Sonntag gegen den SC Paderborn (17.30 Uhr) erneut aufläuft, ist fraglich. "Es ist noch nicht ganz okay", meinte Rodriguez zu seinen hartnäckigen Beschwerden in der Gesäßmuskulatur.

Trainer Dieter Hecking deutete eine Pause an. "Auch Ricardo Rodriguez war lange verletzt und ist noch nicht wieder bei 100 Prozent. Wir müssen sehen, welches Personal wir am Sonntag zur Verfügung haben", sagte der Coach.

In der ersten Halbzeit zeigte der 22-Jährige in seinem zweiten Spiel von Beginn an binnen einer Woche einige Defensivprobleme, offenbarte in der zweiten Hälfte aber seine ganze individuelle Klasse. Mit seinem sehenswerten Freistoß zum 2:0 (65. Minute) besorgte er die Vorentscheidung und verwandelte kurz vor dem Ende noch einen Handelfmeter sicher (89.). "Ich habe gedacht: Ich muss ihn rein machen, dann wird es etwas ruhiger", beschrieb der Linksverteidiger seine Gedanken vor dem 2:0 und gab eine Kostprobe seines Selbstbewusstseins: "Ich kann das einfach. Das habe ich auch gezeigt".

Nicht nur bei den knapp 2000 VfL-Anhängern war Rodriguez hernach ein gefragter Mann. Auf dem Weg zum Flugzeug zeigten ihm die begeisterten Fans ein wackeliges Handy-Video seines Freistoßtores, worauf Rodriguez mit einem "Geil" und einem Lachen antwortete. Auch bei internationalen Topclubs steht der laut Trainer Hecking "beste Linksverteidiger der Liga" ganz oben auf dem Wunschzettel. Wohl umsonst - der Schweizer dürfte in Kürze in Wolfsburg verlängern. Weil Rodriguez inzwischen auch mit Wolfsburg beste Chancen auf Königsklassen-Auftritte hat, wird er wohl bleiben.
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