Ziel: Vierter Meistertitel

Sportdirektor Matthias Sammer (rechts) überreichte das Bayerntrikot an Neuzugang Sven Ulreich. Bild: dpa

Der FC Bayern greift mal wieder tief in die Tasche: Für 30 Millionen Euro verpflichtet der Rekordmeister Douglas Costa von Schachtjor Donezk. Zu Robben und Ribéry braucht es Alternativen für eine erfolgreiche Saison 2015/16. Sammer macht eine Titelansage.

Douglas Costa unterschrieb seinen langfristigen Millionenvertrag bis 2020, posierte noch für ein erstes Foto im roten Bayern-Trikot und entschwand dann wieder in den Urlaub. Der 30 Millionen Euro teure neue Hoffnungsträger für Trainer Pep Guardiola musste beim Trainingsauftakt des FC Bayern am Mittwoch noch nicht mit den neuen Teamkollegen und künftigen Konkurrenten wie Arjen Robben auf dem Fußballplatz schwitzen. Öffentlich vorgezeigt wird der 24 Jahre alte Neuzugang von Schachtjor Donezk erst am 11. Juli bei der offiziellen Team-Präsentation der Münchner in der Allianz-Arena. Das erste Loblied auf den Flügelflitzer, der bis zum 30. Juni 2020 verpflichtet wurde, durfte Sportvorstand Matthias Sammer anstimmen. "Er ist sehr schnell, sehr beweglich, technisch unglaublich gewitzt im Dribbling, sicher im Passspiel", zählte Sammer die Qualitäten auf. Kurzum: "Er ist ein guter Spieler." Und mit 24 Jahren verfüge er über "ein Mittelalter", das noch einiges Entwicklungspotenzial verheiße.

Eine wirkliche Option

Mit seinem starken linken Fuß soll Douglas Costa aber schon in der Gegenwart eine wirkliche Option auf den Flügeln zu Arjen Robben (31) und Franck Ribéry (32) darstellen. "Wir brauchen Alternativen als Flitzer auf den Außenpositionen", verdeutlichte Sammer. Robben konnte in der ersten, 75 Minuten dauernden Übungseinheit wieder mit Vollgas dem Ball nachjagen. "Jetzt bin ich froh, dass es wieder losgeht und ich wieder angreifen kann", sagte der Holländer. Der inzwischen seit Mitte März verletzte Ribéry konnte dagegen nur traurig vom Balkon des Leistungszentrums aus zuschauen. Wann der am Fuß verletzte Franzose wieder Fußball spielen kann, wagt in München inzwischen niemand mehr öffentlich zu prognostizieren.

Zum Auftakt 15 Spieler

15 Spieler nahmen unter dem Kommando von Guardiola die Vorbereitung auf die neue Bundesligasaison auf, die der Titelverteidiger am 14. August gegen den Hamburger SV eröffnen darf. Vorlaute Triple-Ambitionen zu äußern, nannte Sammer einen "Schmarrn". Eine historische Spielzeit soll es trotzdem werden, weil es noch keinem Club gelungen ist, viermal in Serie deutscher Meister zu werden. "Dann ist das schon mal eine super Zielstellung", sagte Sammer.

Bei den anderen Wettbewerben - Champions-League und DFB-Pokal - gebe es dagegen bewusst keine Ansage. "Man kann nicht Titeln blind hinterherhecheln", betonte der Münchner Sportvorstand. Vage blieb Sammer auch hinsichtlich weiterer Aktivitäten auf dem Spielermarkt. "Ich schließe gar nichts aus in der Transferperiode", antwortete er auf die konkrete Frage zu einem Verbleib von Weltmeister Bastian Schweinsteiger.
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