Zwei Kraftakte

Mannheims Jonathan Rheault (Mitte) jubelt mit Mannschaftskollegen über sein Tor zum 5:4. Die Adler setzten sich gegen Wolfsburg in der Verlängerung durch. Bild: dpa

Lange sah es danach aus, dass Wolfsburg mit seinen Überraschungssiegen auch zum Auftakt der Halbfinalserien in der DEL weitermacht. Doch das Team gab einen deutlichen Vorsprung noch her. Düsseldorf gewinnt dagegen weiter.

Mit denkbar knappen Siegen sind der Topfavorit Adler Mannheim und das Überraschungsteam Düsseldorfer EG in die Halbfinal-Serien um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gestartet. Beide Clubs setzten sich am Freitagabend jeweils erst in der Verlängerung durch. Der Hauptrunden-Sieger aus Mannheim behauptete sich nach 74 Minuten gegen die Grizzly Adams Wolfsburg mit 5:4 und beeindruckte dabei auch mit einer Aufholjagd. Nach zwischenzeitlichen 0:3- und 1:4-Rückständen glichen die Gastgeber in der regulären Spielzeit noch aus.

Die Düsseldorfer gewannen auswärts mit 2:1 bei Titelverteidiger ERC Ingolstadt. Zum zweiten von maximal sieben Duellen stehen sich die Kontrahenten bereits am Sonntag (14.30 Uhr) gegenüber. Vier Erfolge sind in der Serie "Best of Seven" für den Finaleinzug notwendig.

In Mannheim fielen allein im zweiten Drittel fünf Tore, und die Gäste gingen mit einer scheinbar beruhigenden 4:2-Führung in die zweite Pause. Doch Sinan Akdag und Frank Mauer glichen mit einem Doppelschlag binnen 19 Sekunden Mitte des Schlussabschnitts vor 13 600 Zuschauern aus. In der Overtime setzte Jonathan Rheault mit seinem Tor den Schlusspunkt.

Bei den Wolfsburgern tat sich zuvor Christoph Höhenleitner (24./37.) als Doppeltorschütze hervor - am Ende nutzte es nichts. Die Niedersachsen ärgerten den Favoriten zwar lange, konnten aber nicht wie in den lediglich vier Viertelfinal-Partien gegen Titelaspirant EHC München überraschen. Mit einer Schweigeminute wurde vor dem Spiel der Opfer der Flugzeug-Katastrophe gedacht.

In Ingolstadt entschied der Düsseldorfer Kristopher Sparre nach 3:28 Minuten in der Verlängerung die Partie. Die Gastgeber bestimmten zuvor den zweiten und dritten Abschnitt. Lange liefen sie aber dem 0:1 hinterher und kamen nicht am DEG-Torhüter Tyler Beskorowany vorbei. Erst Thomas Greilinger (54.) besorgte den Ausgleich für die Ingolstädter vor 4639 Zuschauern, unter ihnen auch Bundestrainer Pat Cortina als Beobachter möglicher WM-Kandidaten.
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