Zweiter im Einzel und mit dem Team - Gesamtwertung bleibt spannend
Freund erneut auf dem Podium

Severin Freund stand zwar diesmal nicht ganz oben auf dem Podest. Aber der Skispringer freute sich über Platz zwei trotzdem. Bild: dpa
Severin Freund hat kaum in der Gewinnerbox Platz genommen, da muss er sie für Stefan Kraft schon wieder räumen. Doch auch mit dem zweiten Platz beim Skisprung-Weltcup in Lahti kann der Weltmeister sehr gut leben.

"Ich bin sehr zufrieden. Die Sprünge waren sicher nicht perfekt und auch nicht wie bei der WM, aber nahe dran", bilanzierte Freund. Der elfte Podestplatz in diesem Winter entschädigte ihn ein wenig für den entgangenen sechsten Saisonsieg. Den schnappte ihm Vierschanzentourneegewinner Stefan Kraft aus Österreich im Finale mit einem Klasseversuch auf 133,5 Meter weg. "Das war ein Bombensprung von ihm", lobte Freund. Mit Weiten von 126 und 126,5 Meter fehlten dem dreifachen WM-Medaillengewinner von Falun am Ende 11,3 Punkte zum Sieger. Dritter wurde der Norweger Anders Fannemel vor Gesamt-Spitzenreiter Peter Prevc. Der Slowene liegt mit 1315 Punkten nur noch sieben Zähler vor Kraft. Und auch Freund machte als Dritter (1243) Boden gut.

Die Königsdisziplin

"Die Gesamtwertung ist natürlich die Königsdisziplin. Das wird ein spannender Kampf, der vermutlich erst beim Saisonfinale in Planica entschieden wird", meinte Bundestrainer Werner Schuster. Schon an diesem Dienstag will Freund in Kuopio die Aufholjagd fortsetzen. In Lahti fehlte ihm ein wenig die Leichtigkeit, die ihn bei der WM zu Gold im Einzel auf der Großschanze und im Mixed sowie Silber auf der Normalschanze getragen hatte. "Er hat nicht die hochklassigen Sprünge gezeigt, musste sich hier alles hart erarbeiten", erklärte Schuster. Er erhofft sich für Freund im Saison-Schlussspurt etwas mehr Unterstützung von dessen Teamkollegen. Andreas Wellinger auf Rang 15 und Richard Freitag als 16. konnten dem Topmann am Sonntag nicht den Rücken freihalten.

Auch im Mannschaftswettbewerb am Vortag war Freund mit 127,5 und 125 Metern der mit Abstand beste DSV-Adler gewesen. Nach einem Patzer von Eisenbichler, der im Finale nach der Landung in den Schnee griff, sicherte er zumindest den zweiten Rang hinter Weltmeister Norwegen ab. Damit rehabilitierten sich die DSV-Adler für den enttäuschenden fünften Platz bei der WM.
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