Fußball
Giftiger FCI punktet bei entnervtem HSV

Hamburg/Ingolstadt. Ralph Hasenhüttl lächelte die Vorwürfe und dreisten Beschimpfungen der Hamburger einfach weg. "Das ist eben unsere Art, und die ist beeindruckend. Damit haben wir Erfolg", sagte er. Der Trainer des FC Ingolstadt konnte nach dem 1:1 (0:1) vom Samstag beim HSV entspannt bleiben, langsam aber beständig nähert sich der Aufsteiger dem Klassenverbleib. Das gefällt den Hamburgern wiederum nicht, wie einige Teams zuvor kamen sie mit der Spielweise der Ingolstädter nicht zurecht. Erst nach dem Schlusspfiff liefen die Hanseaten zu Höchstform auf. Schön war das ebenso wenig wie das Spiel.

"Die sind nur am Labern. Deren Spiel besteht daraus, herumzublöken und sich fallen zu lassen. Das ist eine ekelhafte Mannschaft", schimpfte HSV-Mittelfeldspieler Lewis Holtby. Auch Josip Drmic beklagte sich trotz seines ersten Treffers im Hamburger Trikot: "Das Spiel war der Horror für den Bundesliga-Fußball. Bei so einem Spiel zuzuschauen, tut nur den Augen weh." Sogar Trainer Bruno Labbadia resümierte genervt: "Das war das erwartete Schweinespiel"

Die Gäste aus Oberbayern konnten darauf mit der Gelassenheit eines Überraschungs-Aufsteigers reagieren, der in der Tabelle auf Platz neun weiter vor dem Bundesliga-Dino liegt. Mit nur 17 Toren, aber eben auch nur 24 Gegentreffern sind schon 30 Punkte zusammengekommen für Hasenhüttls Elf - zwei mehr als beim prominenter besetzte HSV. Nach dem Rückstand durch Drmic schon in der 7. Minute sorgte Lukas Hinterseer (61.) für die zufriedenstellende Punkteteilung.

"Für den Kopf war der Punkt ganz wichtig. Auch mit Blick auf Köln", unterstrich Trainer Hasenhüttl vor dem nächsten Heimspiel am Dienstag (20.00 Uhr/Sky) gegen den FC. Zum Klassenverbleib lässt sich der Österreicher bei noch ausstehenden elf Spielen aber längst nicht gratulieren. "30 Punkte reichen noch nicht, das ist auch kein Understatement", sagte der Trainer.
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