Parallel-Riesenslalom in Alta Badia
Schwaiger überrascht und Neureuther kritisiert

Der deutsche Ski-Youngster Dominik Schwaiger ist beim alpinen Parallel-Riesenslalom in Alta Badia völlig überraschend auf den vierten Platz gefahren. In einem kuriosen Wettkampf mit vielen frühen Favoritenpatzern war der 24 Jahre alte Berchtesgadener am Montag erst im Halbfinale vom norwegischen Star Aksel Lund Svindal und im Rennen um Rang drei vom Schweden André Myhrer zu bezwingen. Dennoch feierte Schwaiger, der bei zuvor 16 Rennen einen 21. Platz im Februar 2014 sowie einen 19. Rang am Sonntag beim normalen Riesentorlauf von Alta Badia zu Buche stehen hatte, sein bestes Ergebnis im Weltcup. "Ich war froh, überhaupt die erste Runde überstanden zu haben", sagte der Überraschungs-Vierte. Im ersten K.-o.-Duell hatte er Favorit Henrik Kristoffersen aus Norwegen bezwungen. Den ersten Platz holte sich Kjetil Jansrud im Finale gegen Svindal. Die prominentesten Sieg-Anwärter hatten sich bei dem Rennen durch 15 Tore in der ersten Runde verabschiedet. Marcel Hirscher aus Österreich, Felix Neureuther oder Olympiasieger Ted Ligety aus den USA: Die prägenden Rennfahrer im Riesentorlauf der vergangenen Jahre landeten alle hinten. "Das ist der Wahnsinn!", fand Neureuther. "Mit Riesenslalom hat das nicht viel zu tun, es ist ja keine Kurve drin", meinte der deutsche Weltcup-Rekordsieger mit Verweis auf den direkten und einfachen Kurs. Daher sei es auch kein Wunder, dass Speed-Fahrer wie Jansrud und Svindal vorn sein würden. Im Zielbereich der Gran Risa plauderte er noch ein wenig mit Fußball-Star Thomas Müller, ehe er sich ins Auto setzte und zum nächsten Rennen fuhr.
Weitere Beiträge zu den Themen: Felix Neureuther (14)Ski alpin (18)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.