Mödlareuth feiert seinen Mauerfall

Der frühere Bürgermeister des bayerischen Teils von Mödlareuth, Arnold Friedrich (rechts), und der Leiter des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth, Robert Lebegern, erinnern an den Fall der Mauer in Mödlareuth. Auch das kleine Dorf war jahrzehntelang durch einen Betonwall getrennt. Doch während am 9. November 1989 in Berlin Weltgeschichte geschrieben wurde, blieb Mödlareuth noch wochenlang geteilt. Bild: dpa
Gefell: Deutsch-Deutsches Museum | Die Bilder vom Mauerfall am 9. November 1989 in Berlin haben sich weltweit eingebrannt – das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth will aber auch an die anderen Ereignisse an der innerdeutschen Grenze erinnern. "Wir sehen das Revolutionsjahr 1989 als Prozess", sagte Museumschef Roland Lebegern. "Natürlich hat jeder die Bilder aus Berlin im Kopf, doch es gab noch zahlreiche weitere Grenzöffnungen."

Das Ende der Teilung des kleinen Ortes Mödlareuth an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen wird am kommenden Dienstag, 9. Dezember, gefeiert. Vor genau 25 Jahren wurde ein Fußgängerübergang durch die Mauer gebrochen, die das auch "Little Berlin" genannte Dorf getrennt hatte.

Im Winter folgten dann weitere Grenzöffnungen in Oberfranken. "Im kollektiven Gedächtnis ist das kaum bekannt. Für die Menschen in der Grenzregion waren das aber einschneidende Erlebnisse", erläuterte der Historiker. Das Museum in Mödlareuth wolle mithelfen, "dass diese Ereignisse nicht ganz in Vergessenheit geraten".
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