210 km/h, und die Sozia trug Stöckelschuhe

Der Wahnsinn auf dem Motorrad nimmt immer gefährlichere Ausmaße an. Bei einer großen Blitz-Aktion zog die Polizei einen Biker mit Tempo 226 aus dem Verkehr. Erlaubt waren auf dem Streckenabschnitt in der Eifel aber nur 70.

Der Raser zeigte zudem wenig Einsicht. "Eine Strafe von 1200 Euro ist immer noch billiger als eine Jahreskarte für den Nürburgring", sagte er lediglich. In einem weiteren Beispiel wurde im Raum Wuppertal ein Motorradraser mit 210 km/h bei erlaubten 100 km/h geblitzt. Und: Seine Mitfahrerin trug nicht einmal minimalste Schutzkleidung, sondern lediglich eine kurze Hose und Stöckelschuhe.

Deshalb geht die Polizei in NRW ab sofort mit gezielten Kontrollen gegen die rasenden Biker vor. So werden jetzt rund 250 Beamte mit insgesamt mehr als 50 Blitz- und Laser-Geräten sowie Video-Motorrädern in Nordrhein-Westfalen verstärkt Jagd auf die Motorrad-Raser machen. Im Fokus stehen dabei die von Bikern bevorzugten Regionen im Sauer- und Siegerland sowie im Bergischen Land und in der Eifel. "Es ist eine kleine Gruppe von Rasern , die sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Diese rücksichtslosen Biker ignorieren alle Geschwindigkeitsregeln und nutzen unsere Straßen als illegale Rennstrecke", erklärte Innenminister Ralf Jäger: "Das ist lebensgefährlich".
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