359 Tierversuchsanträge in Bayern, 37 in der Oberpfalz
450 000 Tiere in Versuchen

München. (dpa/blu) Für wissenschaftliche Versuche sind in Bayern 2015 rund 450 000 Tiere verwendet worden. Die landesweit zuständigen Regierungen von Oberbayern und Unterfranken genehmigten insgesamt 359 Tierversuchsanträge, im Jahr 2014 waren es 423. Davon entfielen auf die Oberpfalz 37 Genehmigungen, auf Mittel- und Oberfranken 60, auf Unterfranken 46.

Das Gros der eingesetzten Tiere waren im vergangenen Jahr Mäuse mit 380 300 Exemplaren. Jeweils mehrere Tausend Ratten, Meerschweinchen, Fische und Vögel listen die beiden Regierungsbehörden zudem in der Statistik auf. Die Oberbayern - zuständig für Tierversuche in den Bezirken Oberbayern, Niederbayern, Schwaben - nennen beispielsweise auch 871 Krallenfrösche, 175 Katzen, 40 Hunde und 6 Paviane.

Ein Sprecher der Regierung in Unterfranken - zuständig für die Bezirke Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken und Oberpfalz - betont: "Tierversuche in Bezug auf Primaten, Hunde und Katzen, Pferde und Rinder wurden 2015 in unserem Zuständigkeitsbereich nicht beantragt."

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert: Rund 14 Prozent der bundesweit 2,8 Millionen Versuchstiere entfielen auf Bayern, rechnete eine Sprecherin vor. Damit liegt Bayern im Deutschlandvergleich auf Platz drei.

München, wo derzeit drei neue Labors gebaut würden, sei eine Hochburg für Tierversuche. Doch auch bei Versuchen, bei denen es nicht direkt um das Leben der Tiere geht, kritisierte sie: "Allein die Haltung im Labor ist unter unnatürlichen Bedingungen."
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