39-Jähriger tötete demenzkranken Vater
Haft und Einweisung

Verden. Weil er seinen demenzkranken Vater getötet hat, ist ein Mann (39) vom Landgericht Verden zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Er kommt in den Maßregelvollzug. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Sohn mehrmals auf seinen 63 Jahre alten Vater eingestochen, ihn gewürgt und schließlich erschlagen hat.

Das Gericht wertete die Tat in Rehburg-Loccum in Niedersachsen als Totschlag und ordnete wegen Drogenmissbrauchs die Einweisung in eine Entziehungsanstalt an. Die Familiensituation sei schwierig, der 63-Jährige ein dominanter Vater gewesen, hieß es in der Urteilsbegründung. Vater und Sohn hätten sich nicht verstanden.

Zum Auftakt des Prozesses hatte der Verurteilte zugegeben, seinen Vater getötet zu haben: "Ich habe meinem Vater das Leben genommen." Der 63-Jährige starb an schweren Kopfverletzungen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten wegen Totschlags gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.
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