6000 Kilometer mehr am Tag
Leserbrief

Die Friedrich-Ebert-Straße in Schwandorf soll möglicherweise teilweise gesperrt werden. Das empfiehlt ein Verkehrsgutachten, das dem Planungsausschuss vorgelegt wurde. Der Vorsitzende der Freien Wähler in der Stadt, Werner Müller, hat einen Versuch gestartet.

"Ich hab's mal ausprobiert. Bin mit dem Fahrrad vom Wendelinplatz zur Beer-Kreuzung gefahren. 530 Meter. Die Fußgängerampel am Reiner-Eck war grün. Ging ganz flott. Im zweiten Versuch nahm ich die geplante Route über die Pesserlstraße und die Naabuferstraße. Das sind 1,57 Kilometer und drei Ampeln. Jede "Rot". Wenn man nun bedenkt, dass die 6000 Fahrzeuge, welche derzeit täglich die Friedrich-Ebert-Straße befahren, künftig die neue Route nehmen müssen oder auf irgendwelchen anderen Umwegen ihr Ziel suchen, so schätze ich täglich 6000 zusätzlich gefahrene Kilometer. Also auf jeden Fall das Gegenteil von Verkehrsberuhigung. Die 6000 zusätzlichen Kilometer bedeuten aber auch mehr Spritverbrauch, der im Stop-and-go-Verkehr ganz beträchtlich ist. Ich gehe mal davon aus, dass täglich 600 Liter mehr Sprit verbraucht werden und somit eineinhalb Tonnen CO2 zusätzlich in die Schwandorfer Luft geblasen werden, samt weiterer unvermeidlicher Schadstoffe. Täglich, wohlgemerkt! Was an Zeitverlust und somit wirtschaftlichem Schaden entsteht, wollen die Befürworter der Trasse sicher auch nicht sehen."

Werner MüllerSchwandorf

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