68. Bambi-Verleihung
Gerührte Stars mit Botschaften

Mit Spannung erwartet: Robbie Williams eröffnete die 68. Verleihung des Medienpreises Bambi mit einer opulenten Bühnenshow. Der Entertainer erhielt den Preis aus dem Hause Hubert Burda Media in der Kategorie "Musik International". Bild: Clemens Bilan/dpa
 
Stehende Ovationen gab es für Mario Adorf, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Bild: Clemens Bilan/dpa

Große Bambi-Gala in Berlin: Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger nahm am Donnerstagabend in Berlin als erster den begehrten Medienpreis bei der 68. Bambi-Verleihung entgegen. "Dankeschön, danke, danke, danke!", rief der 32-Jährige sichtlich glücklich.

Berlin. Schweinsteiger erhielt den "Ehrenpreis der Jury" aus den Händen von Skistar Felix Neureuther, mit dem er eng befreundet ist. Schweinsteiger sei ein Vorbild für Millionen, so Neureuther. Nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge, sondern weil er das Herz auf dem rechten Fleck habe. Für die Jury stehe sein Name für sportlichen Ehrgeiz und Fairness. Schweinsteiger und Ana Ivanovic hatten in Berlin einen ihrer ersten öffentlichen Auftritte als Ehepaar.

Für ihre schauspielerischen Leistungen wurden bei der Gala im Theater am Potsdamer Platz Anna Maria Mühe und Devid Striesow ausgezeichnet. Sehr bewegt nahm Mühe die Auszeichnung für ihre Rolle in dem NSU-Drama "Die Täter - Heute ist nicht alle Tage" entgegen. In dem Film spielt sie die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe. Striesow erhielt den Preis für seine Rolle in "Ich bin dann mal weg", der Verfilmung von Hape Kerkelings Pilger-Bestseller. Mit stehenden Ovationen wurde der 86-jährige Mario Adorf für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der vielseitige Schauspieler spielte bereits über 200 Filmrollen.

Kerber trifft Obama


Tennis-Weltranglistenerste Angelique Kerber freute sich, das goldene Rehkitz in der Kategorie "Sport" zu bekommen. Sport sei schließlich ihr Leben, sagte sie. Sicher ist: Diesen 17. November wird die Kielerin so schnell nicht vergessen. Sie traf US-Präsidenten Barack Obama. "Ein Traum ist wahr geworden!!", schrieb die 28-Jährige bei Twitter zu einem Foto, das sie mit Obama zeigt.

In Plauderlaune war Robbie Williams, Preisträger in der Kategorie "Musik International". Seine Frau habe er daheim bei den Kindern gelassen, erzählte Williams. Und dass er in seinem Alter immer noch auf Galas eingeladen werde, sei eine große Ehre, sagte der 42-Jährige. Udo Lindenberg (Bambi für "Musik National" überreicht von Sting) begeisterte die Journalisten und Fans mit einem Tänzchen auf dem roten Teppich.

Ein Muster an Integration


Bundestrainer Joachim Löw nahm für seine Arbeit mit der Fußballnationalmannschaft den Bambi in der Kategorie "Integration" entgegen. "Sie zeigen, wie Integration ganz praktisch funktioniert", sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Blick auf die Weltmeister. "Deutschland steht bei uns drauf, aber Multikulti steckt drin", so der Bundestrainer. "Lassen Sie uns alle zu einer deutschen Integrationsmannschaft werden", rief Löw das Publikum im Saal und die Zuschauer an den Fernsehern auf.

Ein Preisträger war nicht bei der Gala dabei, die Verleihung wurde aber per Video eingespielt: Papst Franziskus. Dem Pontifex wurde der Millenniums-Bambi bereits vergangene Woche in Rom von der aus Syrien stammenden Yusra Mardini überreicht, die bei den Olympischen Spielen in Rio Mitglied des Flüchtlingsteams war. Yusra Mardini und ihre Schwester Sarah wurden bei der Bambi-Gala als "stille Helden" ausgezeichnet. Das Publikum applaudierte im Stehen. Der Mut der Schwestern hat viele bewegt: Sie hatten ein kenterndes Flüchtlingsboot schwimmend sicher an Land gebracht.
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