80 Jahre Irlbacher - Meilensteine eines Unternehmens

1935 gründet Johann Irlbacher das Unternehmen als Glasschneiderei für Fotoplatten und Bildergläser. 1952 fertigt sein Sohn Josef Schraubkappengläser für Schmelzsicherungen und Gläser zum Rahmen von Diapositiven. 1964 erfolgt die Automatisierung der Arbeitsgänge Bohren und Sägen.

1968 verliert die Schmelzsicherung an Bedeutung - die Nachfrage nach Abdeckgläsern für die Schraubkappensicherungen sinkt dramatisch. Ein lange nachwirkender Schock für den heutigen Seniorchef, der damals 18 Jahre jung war: "Die Krise von 1968 sitzt bei mir immer noch im Hinterkopf. Mein Vater und ich haben damals um Aufträge gebettelt. Das passiert mir nie wieder; ich will unabhängig von einer Branche sein. Deshalb ist eine weitgestreute Produktvielfalt so wichtig." Zum Glück findet man 1969 neue Märkte in der optischen und Armaturenindustrie. 1972 beginnt die Zusammenarbeit mit den Mainzer Schott-Glaswerken (hochtemperaturbeständiges Glas für technische Anwendungen und seit 1982 Glaskeramik für Kaminöfen).

1991 gelingt die Entwicklung einer neuartigen Produktionstechnik zur Herstellung thermisch gehärteter Stufengläser und die Erschließung osteuropäischer Märkte mit eigenen Vertretungen. In den 90er Jahren entstehen neue Fertigungshallen. 2004 gründen die Brüder Günther und Stephan die GSI Glastechnologie GmbH mit einer zusätzlichen Produktionsstätte.

Eine Abhängigkeit ganz anderer Art hat das Unternehmen 2004 beseitigt: "Wir haben beim Büroneubau viel Geld in die Umstellung auf Erdwärme investiert. Statt 350 000 Liter Heizöl im Jahr brauchen wir jetzt nur noch 30 bis 40 000 Liter." Eine Investition in die Zukunft, die sich doppelt rentiert: "Die fünfte Generation des Familienunternehmens Irlbacher ist schon im Anmarsch", freut sich der agile Großvater: "Fünf Enkelkinder, zwei davon schon in Ausbildung."(lu)
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