Abitur nicht nur am Gymnasium

Zum Kommentar über das G 8 vom 23. April:

"Nur der Zwang, es (das G8) für den Weg zum Abitur besuchen zu müssen, hat wohl seinen Bestand gesichert." Der Satz ist falsch. Er spiegelt vor, nur das Gymnasium führe zum Abitur.

Inzwischen ist es so, dass 44 Prozent aller Abiturienten das Reifezeugnis nicht am Gymnasium erwerben, sondern an den inzwischen seit 45 Jahren vorhandenen Beruflichen Oberschulen, deren Zahl jedes Jahr wächst und im laufenden Schuljahr 109 Schulen umfasst. Auf diesem Wege können Mittel-, Wirtschafts- und Realschüler entweder direkt nach dem Erwerb der Mittleren Reife durch den Besuch der Fachoberschulen mit den Ausbildungsrichtungen Gestaltung, Wirtschaft, Sozialwesen, Wirtschaft und Verwaltung sowie Agrarwirtschaft, Biologie- und Umwelttechnologie und seit kurzem auch im Schulversuch Internationale Wirtschaft sowie Gesundheitswesen oder aber nach einer Berufsausbildung in der Beruflichen Oberschule das Abitur erwerben. In diesem Schuljahr sind die Schülerzahlen wieder deutlich um 4,4 Prozent gestiegen. Es gibt derzeit insgesamt 58 152 Schüler an den Beruflichen Oberschulen.

Ehrenmitglied im Vorstand der Landes-Elternvereinigung der Fachoberschulen Bayerns, Amberg
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