Agro-Industrie nicht nachhaltig

"Milcherzeuger hoffen auf TTIP"

Wer auf wahre Regionalität setzen will, kann nicht gleichzeitig den Weltmarkt bedienen. Wir Milcherzeuger bzw. Milchbauern hoffen keineswegs auf TTIP. Denn wir Milchbauern müssten dann mit Milchprodukten aus den USA konkurrieren, die mit niedrigsten sozialen Standards, Tierschutz (hormonbehandelte Tiere in riesigen Farmen) und Umweltstandards (Futter, Güllelagerung und -ausbringung) erzeugt wurden. In den USA sind die Erzeugerpreise tendenziell eher niedriger als in Europa. Wir führen Eiweiß aus Drittländern ein, um bei uns Überschuss zu produzieren, den wir zu Dumpingpreisen auf dem Weltmarkt verramschen müssen mit allen negativen Folgen wie Preisverfall, Nitratbelastung.

Statt auf Regionalität, Qualität und überschaubare Strukturen bzw. bäuerliche Landwirtschaft zu achten, wird bei der Geschäftsführung in Regensburg auf TTIP gesetzt. Wir, die Milcherzeuger, sprechen uns deutlich und mehrheitlich gegen das undurchsichtige Freihandelsabkommen TTIP aus. Industrialisierte Agro-Landwirtschaft nach amerikanischem Vorbild ist nicht nachhaltig, sondern zerstört langfristig die Lebensgrundlagen.

Josef König, 92708 Mantel
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