Aktivistengruppe findet in Mexiko 60 Leichen in Löchern
Massengrab entdeckt

Veracruz. Familienangehörige von Vermissten haben im Osten von Mexiko mindestens 60 Leichen in einem Massengrab entdeckt. Die Toten seien nahe der Ortschaft Colinas de Santa Fe im Bundesstaat Veracruz verscharrt gewesen, sagte Lucía de los Ángeles, Sprecherin der Aktivistengruppe Colectivo Solecito, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Leichen wurden in 38 Löchern gefunden. Spezialisten der Bundespolizei helfen bei der Exhumierung.

In Mexiko gelten mehr als 25 000 Menschen als vermisst. Die Mitglieder von Colectivo Solecito suchen teilweise schon seit sechs Jahren nach verschleppten Angehörigen. Sie machen kriminelle Organisationen und staatliche Sicherheitskräfte für das Verschwinden verantwortlich. "Der Drogenkrieg hat viel Gewalt in Veracruz verursacht", sagte De los Ángeles. "Das hat den Polizisten und Soldaten einen Freifahrtsschein gegeben, ihre Waffen einzusetzen."

Veracruz ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Mehrere Verbrechersyndikate ringen dort um die Vorherrschaft. Im Januar verschleppten und töteten Polizisten fünf junge Leute. Die Beamten sollen im Sold der Drogenkartells Jalisco Nueva Generación gestanden haben.
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