Alarmierender Anstieg
Wieder mehr Drogentote

Berlin. Die Zahl der Rauschgift-Toten in Deutschland ist nach Informationen der "Welt am Sonntag" deutlich gestiegen. Im Jahr 2015 habe es 1226 drogenbedingte Todesfälle gegeben und damit 18,8 Prozent mehr als im Jahr davor, meldete die Zeitung unter Berufung auf eine interne Erhebung des Bundeskriminalamts (BKA).

Harte Drogen beliebt


Neben der Zahl der Toten sei auch die Zahl der erstmals auffälligen Konsumenten harter Drogen gestiegen, insgesamt um knapp vier Prozent. "Der Großteil entfällt dabei auf Betäubungsmittel wie Amphetamin, aber auch Heroin und Kokain sind auf dem Vormarsch", berichtete die "Welt am Sonntag". Dagegen sei die Zahl der erstmals polizeilich erfassten Konsumenten der besonders gefährlichen Droge Crystal Meth zurückgegangen.

Für das Jahr 2014 hatte das BKA 1032 Rauschgift-Tote in Deutschland gezählt, das entsprach einer Steigerung um drei Prozent. Im Jahr 2013 waren 1002 Tote erfasst worden.

Die meisten Drogentoten hatte es 2014 in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen (184) und Bayern (252) gegeben. Bei den Todesfällen je 100 000 Einwohner waren die Stadtstaaten Berlin (3,7), Hamburg (3,0) und Bremen (2,9) am stärksten belastet.
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