Alter unwichtig
Briefe an die Redaktion

Leserbrief zur Flüchtlingssituation in Immenreuth:

Momentan wohnen im Gemeindegebiet Flüchtlinge, davon Minderjährige und Erwachsene. Die Anzahl ist durchaus akzeptabel im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Gemeinde. Unverständlich ist jedoch, dass nur Erwachsene Flüchtlinge und nicht die unbegleitet minderjährigen Flüchtlinge als solche laut Statistik gelten. Dabei dürfte es doch unerheblich sein, ob jemand 17,9 oder 18,1 Jahre alt ist. Wenn nun angedacht ist, diese Zahl auf 150, 200 oder gar mehr mit Wohnsitz in der Familienferienstätte aufzustocken, so ist dies in jeder Beziehung unverantwortlich. Zum einen ist es für die Gemeindebürger, als auch für die Fremden eine unzumutbare Lösung.

Hier sinnvolle Integration, bzw. Eingliederung zu betreiben, ist schier unmöglich. (von Infrastruktur ganz abgesehen). Da kann man sich an den Fingern einer Hand abzählen, dass durch diese Überfremdung die kleine Gemeinde bzw. deren Bürger gänzlich überfordert sind - was wohl auch den Flüchtlingen wenig hilft. Dass den Fremden, was man natürlich nicht hoffen will, Abneigung und gewisser Widerwille entgegenschlagen kann, ist ziemlich nahe liegend. Dies dürfte dann mit christlicher Nächstenliebe nicht mehr in Verbindung gebracht werden dürfen. Dies sei dem Schreiber des kürzlich zu diesem Thema abgedruckten Leserbriefes gesagt, der sich über das "C" in einem Parteinamen moniert hat. Allgemein sollte man es als sehr oberflächlich bezeichnen, wenn immer nur mit spitzem Finger auf das "C" hingewiesen wird. Abgesehen davon kann man als "Außenstehender" (Verfasser war aus Kemnath) wenig über die Immenreuther Situation urteilen.

Wohltätigkeit und soziales Engagement scheint die jetzigen, bzw. bei einem möglichen Verkauf künftigen Betreiber herzlich wenig zu tangieren. Hauptsache das Geld stimmt. Man wird als einfacher Bürger das Gefühl nicht los, dass die zwei jetzigen Inhaber der Familienferienstätte wohl kaum Nächstenliebe im Sinn haben. Vielmehr steht der schnöde Mammon im Vordergrund. Oder will man den Bürgern gar eine Retourkutsche für das letztjährige Wahldesaster verpassen? Vielleicht ist der ehemalige Bürgermeister schon draufgekommen, welches Vögelein ihn mit besten Ratschlägen aus dem Nest geschubst hat?

Wie anders wäre es zu erklären, dass beide Gesellschafter der Familienferienstätte auf ihr Gemeinderatsmandat verzichtet haben, sowie der ehemalige Bürgermeister allem Anschein nach aus den meisten Vereinen (oder sogar aus allen?) ausgetreten ist? Fazit: Es trifft sich doch wunderbar, wenn man unter dem Deckmantel der Nächstenliebe erstens sein Mütchen kühlen und zweitens dankenswerterweise den eigenen Geldbeutel auffrischen kann. Wie heißt es so schön: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Max-Josef Philipp, Hofloher Straße 37, 95505 Immenreuth, Telfon 0151/ 51022407.

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.