Am 30. August wird Geläut zur neuen Kapelle gebracht - Segnung durch Weihbischof
Glocke klingt vom Schloßberg

Waldeck. (hl) Ein langgehegter Wunsch geht in diesen Tagen in Erfüllung. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Helmut Zillner, kann es zwar nicht mehr erleben, aber sein Wunsch: "Auf dem Schloßberg muss wieder ein Glöckchen erklingen", geht am 30. August in Erfüllung. Zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden und ebenfalls bereits verstorbenen Josef Bothner, haben sie die Restaurierung der Burgruine und der Burgkapelle vor 25 Jahren mit eisernem Willen vorangetrieben.

Georg Wagner und Leonhard Zintl, die beiden derzeitigen Vorsitzenden des HuK, können stolz sein, dass das alles klappt und das Ganze als Jahrhundertereignis für Waldeck und die ganze Region gefeiert werden kann.

Bereits am Samstag, 25. Juli, um Punkt 12 Uhr erfolgt der erste Glockenschlag, der von den Brüdern des Benediktinerklosters Maria Laach in Waldeck gegossenen Glocke. Am Sonntag, 30. August, treffen sich die Vereine und alle Interessenten um 8.30 Uhr auf dem Festplatz beim Alten Friedhof. In einem Festzug begleitet von einer Musikkapelle und den Vereinen der Pfarrei mit ihren Fahnen wird die Glocke auf den Schloßberg zur Ägidiuskapelle gebracht. Dort ist um 9 Uhr ein Festgottesdienst mit Glockenweihe durch Weihbischof Reinhard Pappenberger. Anschließend wartet ein buntes Programm auf die Besucher mit musikalischen und kulinarischen Schmankerln. Um 17 Uhr findet schließlich eine ökumenische Andacht an der Ägidiuskapelle statt.

Die Glocke wird aus bestem Glockenbronze gegossen, hat einen Durchmesser von 592 Millimetern, ein Gewicht von etwa 130 Kilogramm und eine Höhe von 85 Zentimetern. Da mit der gesamten Renovierungsmaßnahme der Burgkapelle St. Ägidius sehr hohe Kosten auf den HuK zukommen ist der Verein auf Spenden angewiesen. Wer ab 100 Euro spendet, wird auf Wunsch namentlich auf einer Spendentafel verewigt, die an der Burgkapelle aufgestellt wird. Es ist ein Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Kemnather Land Steinwald eG eingerichtet, auf das Beträge mit dem Vermerk "St. Ägidius Kapelle" eingezahlt werden können.

Der Standort der Ägidius-Kapelle soll ein Ort der Besinnung und des Insichkehrens sein, bei dem Wanderer und Besucher die Ruhe und Idylle auf dem Schloßberg in sich aufnehmen und genießen können. Es werden nicht regelmäßig Gottesdienste und Andachten dort stattfinden.

Träger des ganzen Projekts mit einem Gesamtvolumen von 400 000 sind die Stadt Kemnath und der HuK. Möglich wurde die Renovation erst durch einen Bundeszuschuss von 200 000 Euro. Neben den Zuschüssen von staatlichen Stellen, bleiben für die Stadt 70 000 und den HuK von 30 000 Euro an Finanzierungskosten.
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