Am 4. Juni steigt die Premiere der 14. Festspielrunde - Mit einer erweiterten Choreographie ...
Flammen, Artistik und Hauch von Exotik

Vier Meter hohe Feuersäulen rahmen die mitreißende Artistik ein, mit der das Eisenbarth-Festspiel in diesem Jahr auftrumpft. Traditionell am Fronleichnamsfest, das ist heuer der 4. Juni, um 21 Uhr steigt die Premiere der 14. Festspielrunde.

Mit einer erweiterten Choreographie der Spektakelszenen setzt Regisseur Michael Eckl einen neuen Akzent. "Das war Eisenbarths Vermarktungsweg", begründet er den Auftritt der Tänzerinnen, der Feuerpois schwingenden Artisten, der Feuerspucker und natürlich des Gauklertrupps, dessen Pyramiden die Zuschauer in Staunen versetzen. Die klanggewaltige Musik des Kolping-Spielmannszugs untermalt diese furiosen Szenen.

Neu im Spielgeschehen ist die Rolle der Wirtstochter, die in den Schankbetrieb einbezogen ist, aber andererseits weiterhin zusammen mit Eisenbarths Geist die Zuschauer durch die abendfüllende Handlung begleitet. Bekanntlich beginnt das Stück in der Göttinger Schänke "Zum Schwarzen Bären", wo Studenten in einer Bierlaune das verunglimpfende Spottlied dichteten. "Nichts davon ist wahr!", empört sich Eisenbarths Geist und leitet damit rückblickend die Vita Eisenbarths ein. Dessen erste Station ist die kärgliche Kindheit des Eisenbarth-Hansl, der dieses Jahr erstmals von Benno Teplitzky gespielt wird.

Vier verschiedene Schauspieler bringen Eisenbarths Leben auf die Bühne. Neben dem Hansl und dem Geist wird der junge Eisenbarth von Lukas Eckl verkörpert, während Florian Waldherr die Höhen und Tiefen des gereiften Wanderarztes ausspielt, der sich mit neidischen Kollegen, dekadenten Adeligen und erwartungsvollen Patienten aller sozialen Schichten herumschlagen muss.

Viele dieser Figuren sind karikaturistisch überzeichnet, wie etwa der Fressgraf und der Suffgraf, so dass Humor und Spott in der Inszenieurung nicht zu kurz kommen. Daneben gibt es auch die authentischen Szenen, so etwa die spektakuläre Heilung des Obristen von Grävenitz, die Eisenbarth das Wohlwollen des preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. und berufliche Privilegien einbringt.

Trotz seiner medizinischen Fähigkeiten muss der Wanderarzt ganz im Stile der Zeit mit einem Zirkusspektakel werben.

Musikanten und Gaukler kündigen sein Kommen auf den Marktplätzen an - Motive, die Michael Eckl mit seinem Ensemble bühnenwirksam umsetzt. Mit dem Auftritt von orientalischen Tänzerinnen lässt der Regisseur auch einen Hauch von Exotik auf der Kirchentreppe aufleben.

Nach der Premiere am 4. Juni (Fronleichnam) folgen zwei Aufführungen am Samstag, 6. Juni und am Sonntag, 7. Juni (Vorstellungsbeginn 16.30 Uhr). Weitere Darbietungen folgen am Freitag, 12. Juni und am Samstag, 13. Juni. Mit Ausnahme der Sonntagsvorstellung beginnen alle Aufführungen um 21 Uhr, damit die Feuershow und die Lichteffekte ausgespielt werden können.

Vor jeder Vorstellung sind die Besucher zu einem barocken Markttreiben vor der Festspielarena geladen. Weitere Infos und Hinweise auf das Zusatzprogramm sind unter www.oberviechtach.de zu finden.
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