Angst vor der eigenen Courage
Briefe an die Redaktion

Zur Podiumsdiskussion vor der Bürgermeisterwahl in Flossenbürg:

Auch in einer kleinen Gemeinde wie Flossenbürg macht eine Podiumsdiskussion mit beiden Bürgermeisterkandidaten durchaus Sinn. Denn in einer öffentlichen Diskussion können die Bürger die gleichen Fragen an beide Kandidaten stellen. Ob jüngere oder ältere Menschen, junge Familien mit und ohne Kinder, überhaupt Bürger, die an der Entwcklung von Flossenbürg Interesse zeigen. Beide sind gezwungen Farbe zu bekennen. Das erfordert Mut, da die Kandidaten an ihren Aussagen gemessen und nötigenfalls auch festgenagelt werden können.

Ich finde es schade, dass Peter Gruber offensichtlich dieser Mut fehlt. Dabei gibt es in Flossenbürg durchaus Probleme, die öffentlich angesprochen und diskutiert werden müssen. Als Beispiel nenne ich: Wie geht es mit der Schule in Flossenbürg weiter (2013/2014 insgesamt 6 Geburten), dieses Problem betrifft auch den Kindergarten; Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, Straßenbau, Kommunalservice (Vorstand, Transparenz), Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte und vieles mehr.

Ich hätte mir eine öffentliche Podiumsdiskussion schon vor der letzten Kommunalwahl gewünscht. So hätten die Kritiker an den Zuständen im Kommunalservice nicht als Lügner diffamiert werden können, zumal diese Missstände jetzt durch Wirtschaftsprüfer offengelegt und bestätigt wurden. Ich finde, das Peter Gruber falsch beraten ist, oder falsch beraten wurde, sich einer öffentliche Diskussion nicht zu stellen. Oder sucht er lieber sein Heil im Häuserwahlkampf?

Erwin LöwFlossenbürg

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