Arbeitskampf zum Wohl des Kindes

Zum Arbeitskampf der Kita-Erzieherinnen:

Herzlichen Dank an alle Kolleginnen im kommunalen Dienst, die sich am derzeitigen Streik beteiligen. Uns Mitarbeiterinnen im kirchlichen Dienst ist dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich. Zweifellos hat jeder Mitarbeiter einen höheren ideellen und materiellen Lohn verdient. Die pädagogischen Anforderungen sind von der Betreuungs- zur Bildungseinrichtung gestiegen. Die Rahmenbedingungen haben sich nicht zum Besseren verändert, obwohl zusätzliche Tätigkeiten wie zum Beispiel in Verwaltung und Dokumentation nötig sind. Die Bereitschaft der engagierten Kollegen für gute Arbeit ist so groß wie immer. Nur mehr Geld wird die Lage nicht verbessern! Eltern als Experten für ihre Kinder wünschen sich eine individuelle und stressfreie Förderung. Die Bedürfnisse des Kindes nach Sicherheit, Anerkennung und Selbstbestimmung sind noch immer die Wichtigsten.

Das Fachkraft-Kind-Verhältnis in Krippe und Kindergarten sollte verbessert werden, um die personalen und sozialen Kompetenzen kindbezogen zu fördern. Das macht die Kinder stark und "lebensfähig". Lassen wir uns nicht von Politik und Wirtschaft vorgeben, was Kinder brauchen. Das bayerische Staatsministerium sollte den Kommunen und Trägern vor Ort höhere Fördergelder zugestehen, wenn diese Mut zur Qualität beweisen, indem sie kleinere Gruppen in den Kitas ermöglichen.

Ingeborg RennerKindertageseinrichtung St. GabrielLauterhofen
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