Auch die Götter sollten helfen
Hintergrund

Bei den Römern gab es zwar Ärzte. Sicherheitshalber beteten die Menschen aber trotzdem auch zu den Göttern, wenn sie gesund werden wollten. Sie gingen in den Tempel und baten die Götter, sie zu heilen. Dabei hatten die Kranken meistens eine Art Geschenk dabei, eine sogenannte Votiv-Gabe. Diese wollten sie den Göttern opfern.

Die Geschenke hatten dabei ein besonderes Aussehen: Wer zum Beispiel eine Verletzung am Fuß hatte, schenkte den Göttern einen nachgemachten Fuß. Zum Beispiel aus Ton. Wer an der Hand verletzt war, opferte eine nachgemachte Hand. Oder nachgebildete Ohren. (dpa)

Schröpfkopf statt Stethoskop

Wer sich an Fasching als Arzt verkleiden will, zieht vermutlich einen weißen Kittel an. Viele hängen sich auch ein merkwürdiges Gerät um den Hals: ein Stethoskop. Damit können Ärzte den Herzschlag abhören. Bei dieser Verkleidung würde sicher jeder gleich erkennen: Aha, das soll ein Arzt sein!

Bei den Römern hatten die Ärzte ein anderes Erkennungs-Zeichen. Und zwar Schröpf-Köpfe! Sie sind oft auf Grabsteinen der Ärzte abgebildet. Schröpf-Köpfe sehen aus wie kleine Glocken. Noch heute benutzen sie manche Leute, um Krankheiten zu behandeln. Die Gefäße werden zuerst erhitzt und dann auf die Haut gelegt. Dabei saugen sie sich an der Haut fest. Dadurch soll die Haut besser durchblutet werden. (dpa)
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