Auch manche Holzböden können für Feuchträume in Frage kommen
Boden als Designelement

Der Boden ist nicht einfach nur Boden. In der modernen Wohnung soll vielmehr auch unter den Füßen der Gestaltungswille zum Tragen kommen. Zum Beispiel auch in sogenannten Feuchträumen, also in Küche und Bad.

Punkten kann da zum Beispiel auch Holz. Mittlerweile gibt es Holzböden, die sich auch für Feuchträume eignen.

Bis vor wenigen Jahren hatten Kunden dort kaum eine andere Wahl als Fliesen. Keramische Böden waren oft eine pragmatische Entscheidung. Eine Stilentscheidung ist Keramik hingegen vor allem bei einer mediterran gehaltenen Einrichtung gewesen - aber Stil und Pragmatik müssen sich nicht widersprechen.

Zwar nicht als Belag in der Duschkabine, aber ebenfalls für Bad und Küche geeignet sind auch manche holzähnliche Kunststoffböden, die wasserdicht verklebt werden, oder Laminat. "Laminat ist von der Oberfläche her wasserfest", bestätigt Volker Kettler, Experte bei einem Mitgliedsunternehmen des Verbands der Europäischen Laminathersteller (EPLF).

Allerdings werde es in der Regel schwimmend verlegt, das heißt, anders als zum Beispiel Teppichboden, nicht mit dem Untergrund verklebt.

Daher müssten die Bewegungsfugen, die zwischen Wand und Bodenbelag nötig seien, damit sich das Material bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann, wasserdicht sein. Sonst könne es passieren, dass sich Schimmel bildet, oder das Laminat von unten aufquillt und sich in die Höhe wölbt, erläutert Kettler. Laut dem EPLF können die Kanten der Dielen zum Schutz vor Feuchtigkeit beim Verlegen mit einem speziellen Leim behandelt werden. Verschüttetes Wasser sollte aber immer sofort aufgewischt werden. Kettler rät außerdem, bei der Auswahl auf gute Qualität und niedrige Quellwerte zu achten, um auf Nummer sicher zu gehen. (dpa)
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