Audis Avant-garde

Schöne Kombis heißen Avant, hieß ein früher Audi-Werbespruch. Sie heißen immer noch so, sind jetzt aber auch tatsächlich Kombis.

Denn mit 505 Liter im Normalzustand und 1510 Liter maximal räumt der A4 Avant nun richtig was weg. An seiner eleganten Erscheinung ändert das nur wenig. Im Gegenteil, wie beim Vorgänger sieht auch die sechste A4-Generation in Kombi-Form noch einen Tick besser aus als die Limousine.

Vom Viertürer hat er natürlich die Grundzüge des Designs übernommen, soll heißen: breit gezogene Front und Heck, Motorhaube mit flachem Singeleframe-Grill und plastischer Gitterstruktur, zackig gezeichnete Scheinwerfer mit spitzwinkliger Leuchtgrafik, wahlweise auch mit LED- oder Matrix-LED-Technik und sehnig gestreckte Flanken. Der Heckabschluss des Avant gefällt mit seiner abfallenden Dachlinie plus Dachkantenspoiler sowie den flachen D-Säulen und Diffusor. Das sieht nicht nur gut aus, sondern lässt den Avant mit dem neuen Aerodynamik-Bestwert cW 0,26 durch den Wind schlüpfen.

MMI neu konzipiert

Ab Werk an Bord sind Trennnetz und Dachreling sowie eine elektrische Heckklappe samt Laderaumabdeckung, die selbsttätig nach oben und unten fährt. Interieur und Technik übernimmt der Avant von der Limousine. Neben edler Materialauswahl und hochwertiger Verarbeitungsqualität gibt's nun auch hier das spektakuläre "Virtual Cockpit" in Form eines 12,3 Zoll großen LED-Bildschirms hinterm Lenkrad. Aber auch das MMI-Bedienkonzept in der Mittelkonsole wurde neu konzipiert. Die Logik orientiert sich an aktuellen Smartphones, inklusive intelligenter Textsuche und natürlicher Sprachsteuerung.

Unter der Haube des neuen A4 Avant stecken jedoch sieben ausschließlich nach Euro 6 normierte Motoren, drei Turbobenziner und vier Turbodiesel. Der Zweiliter-Turbodiesel mit 190 PS und 7-Gang S tronic ist laufruhig und komfortabel auf der Langstrecke, mit 400 Nm und bulligem Durchzug aber auch jederzeit zu souveränen Sprint- und Überholmanövern bereit. Auffällig ist die Leichtfüßigkeit, mit der der Wagen aus den Startblöcken kommt. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des intelligenten Werkstoffmix und Leichtbaus, mit dem die neue A4-Generation je nach Motorisierung bis zu 120 Kilogramm abspecken konnte. Das kommt neben der Performance auch dem Verbrauch zugute. Audi hat auf dem Prüfstand 4,2 bis 4,7 Liter (109 - 123 g/km CO2) gemessen. Der Testwagen zeigte 6,9 Liter auf dem Bordcomputer an. Besser noch soll es der 2.0 TDI ultra mit einem neuem Bestwert machen: Nur 3,8 Liter Diesel pro 100 km (99 Gramm CO2 pro km) gibt Audi für den 150 PS-Selbstzünder an.

Kleiner Benziner 2016

Es geht aber auch kleiner - in Preis und Leistung. Die Avant-Modelle kosten jeweils 1850 Euro mehr als die Limousine. Den Anfang macht der 150 PS-Basisbenziner ab 32 500 Euro, den es allerdings erst Anfang nächsten Jahres geben soll. Die Preisliste startet aktuell mit dem 2.0 TDI mit 150 PS ab 36 900 Euro. Als Topmodell steht der 3.0 TDI quattro mit 272 PS für 51 950 Euro in der Liste. (mid)
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.