Auf das Wesentliche besinnen
Leserbriefe

Zu den jüngsten NT-Berichten zum Thema Schafferhof in Konnersreuth:

Als langjähriger Leser unserer Heimatzeitung verfolge ich natürlich auch sehr intensiv die Berichte über das Geschehen meiner Heimatgemeinde Konnersreuth. Was vor Ort schon seit längerem abgeht, ruft nicht nur bei mir großes Kopfschütteln hervor. Wie mit irreführenden Zahlen und Werten versucht wird, die Öffentlichkeit zu täuschen, ist schon unglaublich. Dazu gerät das große Streitobjekt, der unter Denkmalschutz stehende Schafferhof, immer wieder in den Mittelpunkt. Die zuständigen Behörden haben schon lange ein Machtwort für den Erhalt gesprochen und werden einem Abriss trotz des Bürgerentscheids nicht genehmigen. Kürzlich hat Raimund Karl von der Denkmalschutzbehörde ganz deutlich erklärt, dass eine große und umfangreiche Sanierung stets der Wunsch und Wille der Marktgemeinde und nicht der seiner Behörde war. Diese könnte sich auch ohne weiteres eine kleine und machbare Variante vorstellen, wozu allerdings der erste Schritt von der Marktgemeinde als Eigentümer gemacht werden sollte.

Es ist schon dreist, wie trotz dieser eindeutigen Sachlage immer wieder mit irreführenden Zahlen und Daten versucht wird, dagegen Stimmung zu machen. SPD-Marktrat Edgar Wenisch propagiert permanent, dass "68 Prozent der Konnersreuther bzw. der Einwohner von Konnersreuth" den Abriss wollen und sich dafür entschieden hätten. Man muss keine Hochschule besucht oder studiert haben um festzustellen, dass dies einfach nicht möglich sein kann. Einfaches Dreisatz- und Prozentrechnen aus der Grundschule genügt, um dies richtig zu stellen. Laut Angabe auf der Homepage leben circa 1900 Einwohner in der Marktgemeinde. Beim Bürgerentscheid stimmten aber lediglich 480 Einwohner für den Rückbau. Das sind gerade mal rund 25 Prozent der Konnersreuther Bevölkerung.

Weiter muss erwähnt werden, dass die äußerst miserable Wahlbeteiligung auch einen Grund hatte. Wie bereits öfters erwähnt, hatte dieser unnötige Bürgerentscheid keinen Einfluss auf die Bewertung der zuständigen Behörden - was diese schon im Vorfeld deutlich machten. Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, dass viele, anstatt ins Wahllokal zu gehen, den Sonntag lieber für einen Familienausflug genutzt haben.

Für Konnersreuth wird es höchste Zeit, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen und die peinlichen Nebenkriegsschauplätze zu beenden.

Alois HümmerKonnersreuth

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