Auf den Spuren von Erdbeben

Gläser klirren, Häuser fangen an zu wackeln. So ist das manchmal, wenn die Erde bebt. Klaus Hinzen findet das total spannend. Er ist Erdbeben-Forscher. Manchmal untersucht er auch uralte Gebäude.

Klaus Hinzen sitzt in einem großen Raum. Vor ihm stehen zwei Computer-Bildschirme. Auf einem davon sind krakelige Wellenlinien zu erkennen. "Das war ein Erdbeben in Polen", erklärt der Forscher. Die empfindlichen Messgeräte im Keller haben das Beben aufgezeichnet. Dabei war es mehrere Hundert Kilometer weit entfernt. Klaus Hinzen klickt wieder auf den Bildschirm. Andere Wellenlinien sind zu sehen. "Das war ein Beben hier in der Nähe, etwa 50 Kilometer entfernt." Klaus Hinzen ist Erdbeben-Forscher. Er arbeitet in einer speziellen Station in Bergisch Gladbach. Die Stadt liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Schon seit vielen Jahren untersuchen Forscher von dort aus Erdbeben. Weit entfernte, aber auch welche in der Nähe.

Der Experte steigt eine Holztreppe hinunter in den Keller. Er geht durch eine Tür, biegt um zwei Ecken und steht in einem hell beleuchteten Raum. "Das ist das Herzstück der Station", sagt er und zeigt auf eine Anlage mit verschiedenen Geräten. Die Anlage ist ein Seismograf. Mit seiner Hilfe können Forscher Erdbeben messen und aufzeichnen. Klaus Hinzen stampft mit dem Fuß leicht auf dem Kellerboden auf. Auf dem Computer-Bildschirm tauchen zackige Wellenlinien auf. "Die Geräte nehmen jede Erschütterung im Boden wahr", erklärt der Fachmann.

Um zu verstehen, was bei einem Erdbeben passiert, schaut er auch in die Vergangenheit. Sie verrät ihm, in welchen Gegenden es besonders häufig bebt. Dabei helfen dem Forscher alte Bücher und Schriften. Auch alte Häuser, Kirchen und Ruinen sind praktisch.

Manchmal stellen die Forscher auch mit einem Computer Erdbeben nach. Das ist wichtig. Denn Erdbeben an sich wären gar nicht so schlimm, sagt der Forscher. "Aber es stürzen oft viele Gebäude ein und verletzen Menschen." Mit seiner Arbeit will er auch dabei helfen, Gebäude sicherer gegen Erdbeben machen. (dpa)
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