Aus der Chronik

Anekdoten und Abenteuer der Kirwaburschen und Kirwamadla früherer Generationen hat Edmund Fichtner in einer Festschrift zusammengetragen. Monatelang hat er alte und neuere Fotos gesammelt, recherchiert und so manche lustige Begebenheit niedergeschrieben.

Das waren noch Zeiten, als man der Hochzeitsgesellschaft in der Nacht vor dem großen Ereignis den Festbraten klaute und genüsslich verspeiste. Oder die Geschichte vom Schnaps in den Mund schießen, auf das der "Bernie" verzichten musste, weil sie ihm das Auge rausgeschossen hatten.

Früher stellte die Kirwa-Gesellschaft auch immer einen Kirwabaum auf, doch dieser Brauch ist irgendwann mal eingeschlafen. Möglicherweise machte der Maibaum mächtig Konkurrenz. Mit fast jeder dieser Generationen sind Erinnerungen verbunden. So wurde Anfang der neunziger Jahre das Kirwaaus- und -eingraben wiederbelebt, dafür wurde kein Baum mehr aufgestellt. Unvergessen bleibt die Kapelle Fraunholz, später Dorsch, die "Haus- und Hofkapelle" der Speichersdorfer Kirwa, schreibt Fichtner in der Festschrift.

"Das virtuose Trompetenspiel vom Durschn Hans prägte die Kapelle und das Gstanzl-Singen im Besonderen." Oder des Chronisten Blick auf die sechziger Jahre, als trotz Twist und Minirock nur Burschen zu sehen waren: "Gab es da wohl keine Madla oder waren die Kirwaburschen zu schüchtern?", fragt Fichtner.

Jahrzehntelang brauchten die Burschen und Mädchen auch keine Kirche, um Kirchweih zu feiern. Die stand nämlich in Wirbenz. Das änderte sich erst 1954 mit der Einweihung der evangelischen Christuskirche am 7. November.
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