Auslandsreportage in New York
Paradies für Journalisten

Die gelben Taxis flitzen durch New York City. Bild: Dotzler

New York. Manchmal genügen ein Dutzend Stufen, um in eine völlig andere Welt einzutauchen. Genauso ist es, als ich nach über zwölf Stunden Reise meinen Koffer von der U-Bahn-Station zur Seventh Avenue hoch hieve.

Die Stadt erschlägt einen sofort mit Eindrücken. Eine nicht unwesentliche Gefahr besteht darin, die anrauschenden Taxis nicht zu sehen, weil man unentwegt die Wolkenkratzer bestaunt.

Wer die ersten Straßenüberquerungen aber übersteht und sich langsam an diese vibrierende Stadt gewöhnt, ist im Paradies für Journalisten angekommen. Hier liegen die Geschichten auf der Straße. Alleine in der 42nd Street gibt es locker Stoff für so viele Reportagen, dass sich damit eine Bibliothek von der Größe der New York Public Library füllen ließe.

Dafür wird die Zeit bei mir aber kaum reichen. Ich recherchiere und schreibe in den kommenden knapp zwei Wochen über unsere Oberpfälzer Auswanderer. Ob sie nun seit fünf Jahren in New Jersey oder seit über einem halben Jahrhundert in Peekskill, 60 Kilometer nördlich von New York, leben. Außerdem steht bei meinem Auslandsreportage-Seminar einiges an Theorie auf dem Programm. Und ein Besuch im Büro des "Spiegel". Auf der Onetz-Seite berichte ich regelmäßig von meinen Erlebnissen und Treffen.

Auslandsreportage in New YorkUnser Redakteur Christopher Dotzler (30) ist für knapp zwei Wochen in New York: vom 10. bis 21. Oktober, um genau zu sein. Gemeinsam mit elf weiteren Journalisten nimmt er am Auslandsreportage-Seminar der Akademie der Bayerischen Presse teil. Der Amberg-Sulzbacher recherchiert vor Ort für eine Geschichte über Auswanderer. In den USA trifft er Oberpfälzer, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Amerika leben. Seit fünf Jahren. Oder seit 50 Jahren. Dotzler und die anderen Seminar-Teilnehmer besuchen außerdem unter anderem das Spiegel-Büro, um zu erfahren wie ein Korrespondent arbeitet. Auf Onetz schreibt der Redakteur des Medienhauses „Der neue Tag“ über seine Begegnungen und Erlebnisse.
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