Aussage von Höher macht stutzig
Brief an die Redaktion

Zum Artikel "Voller Einsatz für die Schule" in der Mittwochausgabe machte sich eine Leserin ihre eigenen Gedanken.

Meine große Schwester und ich sind schon in die Gerhardingerschule gegangen, jetzt gehen meine beiden Enkel in diese Schule. Deshalb verfolge ich die Diskussion um die mögliche Schließung der Gerhardingerschule und lese jeden Artikel genau durch.

Bei dem Artikel in der Ausgabe 172 ist mir eine Aussage von Bürgermeister Lothar Höher gleich aufgefallen und hat mich doch etwas stutzig gemacht: "Und weil man mit dem Gebäude mehr anfangen könnte". Ist das vielleicht der Grund warum gerade diese Schule, die als einzige Schule in Weiden eine Nachmittagsbetreuung hat, geschlossen werden soll, weil man schon längst etwas anderes mit dem Gebäude vor hat?

Ich frage mich schon lange, warum die Kinder von den Naabwiesen mit dem Bus nach Rothenstadt fahren müssen, wenn sie doch die Gerhardingerschule leicht zu Fuß und ohne zusätzliche Fahrtkosten erreichen könnten. Das ist absolut unlogisch.

Warum saniert man eine Schule aufwendig, funktioniert sie in eine Ganztagsschule um, baut sie behindertengerecht um und will sie dann schließen, angeblich nur, weil sie keine Turnhalle hat. Das ist kein Argument. Ständig wird gejammert, dass die Stadt sparen muss und bei der Schule wird in Kauf genommen, dass man eventuell Fördergelder für die Sanierung zurückzahlen muss, was man bei der Schließung einer anderen Schule nicht hätte. Irgendetwas passt da gar nicht zusammen.

Jetzt wurde die Herdprämie gekippt, weil der Staat es begrüßen würde, dass die Mütter ihre Kinder in die Krippe bringen und dadurch die Möglichkeit haben, arbeiten zu gehen. Mit der Schließung der Gerhardinger Schule verbaut die Stadt den Müttern teilweise die Möglichkeit, in die Arbeit zu gehen. Nachmittag arbeiten ist dann nicht mehr drin. Der Hort ist so teuer, dass die Kosten den Verdienst verschlingen.

Edeltraud AlbrechtWeiden

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