Autobranche erfindet sich neu

Auch wenn die Absatzflaute in China den Autobauern zu schaffen macht - auf der IAA will die Branche zeigen, dass sie sich trotz fortwährender konjunktureller Rückschläge selbst neu erfinden kann.

Vernetzt und selbstfahrend: Das Auto der Zukunft steht im Zentrum der Automesse IAA, die Mitte September in Frankfurt beginnt. 1103 Aussteller aus 39 Ländern präsentieren vom 17. bis 27. September die neuesten Trends und technologischen Highlights des Autojahres 2015. 210 Weltneuheiten sind angekündigt, rund ein Drittel mehr als vor zwei Jahren, sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Unter dem Motto "Mobilität verbindet" legt die 66. IAA das Hauptaugenmerk auf "den Megatrend des vernetzten und automatisierten Fahrens". Die IAA zeige wie keine andere Messe die digitale Welt der Mobilität. Gleichzeitig seien in Frankfurt konkrete Schritte in Richtung automatisiertes Fahren zu sehen, sagte Wissmann: "Bereits in wenigen Jahren werden Autos automatisch ins Parkhaus fahren und sich einen Platz suchen. Der Fahrer muss dazu nicht mehr am Steuer sitzen." Daneben werde die Messe vom Thema Elektromobilität geprägt.

Große Veränderungen

Mit diesen grundlegenden Neuerungen erfindet sich die Autobranche gerade neu. "Die technische Revolution in der Automobilindustrie ist in vollem Gange", sagte Jürgen Pieper, Auto-Analyst beim Bankhaus Metzler. Der Elektromotor und das selbstfahrende Auto hätten das Zeug, das Bild auf den Straßen bald tiefgreifend zu verändern. Während das Geschäft in Europa wieder anzieht und in den USA rund läuft, ging der Absatz in China zuletzt zurück. Nach Jahren mit teilweise enormen Wachstumsraten gab der auch für deutsche Hersteller extrem wichtige Markt im Juli um sechs Prozent auf 1,2 Millionen Neufahrzeuge nach. Der VDA rechnet für das Gesamtjahr aber immerhin mit einem Zuwachs von vier Prozent auf 19,1 Millionen Autos in der Volksrepublik. "China bleibt auf Kurs, schaltet jedoch einen Gang zurück", sagte Wissmann. Mittel- und langfristig werde der weltgrößte Pkw-Markt weiter wachsen. (dpa)
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