Autor Ernst Hösl besucht Heimatmuseum - Enkel des Kammervirtuosen Josef Hösl
Erinnerungen an die Jugend

Er schaute mal wieder in der alten Heimat vorbei: Ernst Hösl (86), der in Oberhausen in der Nähe des Starnberger See lebt, besuchte Ende Oktober die Familie seiner Nichte Evi Häusler und besuchte auch das Heimatmuseum von Alfons Bösl. Dabei entdeckte er einiges, das ihn an seine Jugendzeit erinnerte. Zudem stellte Hösl dem Museum Bilder zur Verfügung.

In Weiden wiederum übergab Hösl an Stadtarchivarin Petra Vorsatz die Totenmaske und den Meisterbrief seines Großvaters, des Kammervirtuosen Josef Hösl, der von 1861 bis 1941 lebte. Dieser war einer der ersten Interpreten und Förderer von Max Reger. Mit ihm führte Hösl in München sein erstes großes Konzert auf.

Ernst Hösl wiederum studierte 1928 in München Architektur und erwarb 1934 sein Diplom. Der Vater von vier Söhnen arbeitete in namhaften Architekturbüros im In- und Ausland und unterrichtete in Schweden.

Ernst Hösl ist Autor des 2005 im Verlag Jaeger und Partner erschienenen Buches "Vom Türmerbuben zum Kammervirtuosen", die auf Grundlage der 1931 niedergeschriebenen Lebenserinnerungen des Musikers.

Das 430-seitige Werk enthält auch viele unbekannte, mitunter pikante und amüsante Geschichten aus Kaltenbrunn. 30 Seiten sind im Buch der Künstlerfreundschaft mit Max Reger gewidmet. Max Reger hatte zunächst Hösl verehrt, später blickte Hösl zu Reger als einem "Gottbegnadeten" auf.

Nun arbeitet Hösls Enkel noch an der Entwicklung einer "klingenden" Zweitausgabe. Zur Erinnerung: Der Markt Kaltenbrunn widmete dem Münchner Kammervirtuosen und Königlich-Bayerischen Hofmusiker 1970 eine Straße.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kaltenbrunn (1268)12-2014 (6638)
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