Azubis mit Schwächen

(dpa/tmn) Viele junge Auszubildende kommen insgesamt gut klar, haben aber Schwächen in einzelnen Bereichen. Manchmal sind es gerade die ersten Noten in der Berufsschule, die den Jugendlichen Angst machen. "Dann kann man zum Beispiel den Ausbilder um Hilfe bitten und sich etwas erklären lassen, das man nicht verstanden hat", sagt Nico Schönefeldt, Ausbildungsexperte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Zum Teil ist auch die Selbstwahrnehmung falsch, und man macht sich unnötig Sorgen."

Wer sich überfordert fühlt, sollte das in jedem Fall rechtzeitig ansprechen, rät Schönefeldt. "Unter Umständen gibt es gar keine fachlichen Mängel, aber man braucht Hilfe beim Zeitmanagement oder bei der Arbeitsorganisation." Dann scheint es schnell so, als ließen sich die Probleme nicht bewältigen. "Da prasseln ja auch viele Anforderungen auf die Azubis ein."

Sind die Schwächen größer, können sogenannte Ausbildungsbegleitende Hilfen eine Lösung sein. Diese werden von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Sie sollen Auszubildenden helfen, Defizite auszugleichen, egal ob in der Praxis oder im Schulstoff. Eine andere Hilfestellung bietet VerA, ein Projekt zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Dabei helfen sogenannte Senior Experten den Azubis, also erfahrene, ältere Ehrenamtliche, die sich mit dem jeweiligen Beruf auskennen.

"Die greifen den Jugendlichen insbesondere im ersten Ausbildungsjahr unter die Arme", erklärt Schönefeldt - bei Bedarf aber auch darüber hinaus. Das Angebot des Senior Experten Service (SES) wird vom Bundesministerium für Bildung gefördert.
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