Bad ist kein reiner Funktionsraum mehr - Glas ersetzt Kunststoff, Holz statt Fliesen
Entspannen in wohnlicher Atmosphäre

Nasszelle war gestern: Das Bad ist längst kein reiner Funktionsraum mehr, sondern dient vielen als privater Rückzugsraum, in dem man nach einem langen Arbeitstag entspannen kann.

Entsprechend viel Wert legen viele Menschen auf die Gestaltung und Einrichtung des Badezimmers. Der Raum, um den sich früher kaum gekümmert wurde und der von Funktionalität geprägt war, erlebt zudem in der letzten Zeit eine Wandlung. Wellness-Oase, Kuschelzone oder Zentrum der Familienzusammenführung: Das Badezimmer von heute kann vieles sein. Das Bad wird deshalb vor allem eins: wohnlicher. Es soll ein Raum sein, in dem man gerne Zeit verbringen möchte.

Gemütlich ein Buch lesen oder eine neue Fitnessübung ausprobieren: Das Bad soll nicht mehr nur noch Ort für die reine Hygiene sein. Das wohnlichere Konzept spiegelt sich auch in den Materialien wider. Gruselige Fliesen in braun oder grün als Relikte aus den 70er und 80er Jahren, die sich noch in manchen Wohnungen finden lassen, sind längst passé.

Fliesen auf dem Boden sind generell kein Muss mehr, der Trend zurück zur Natur hat auch in den Badezimmern Einzug gehalten. Ein Holzboden gibt eine wohnlichere Atmosphäre, Glas ersetzt das Material Kunststoff. Wenn es aber doch Fliesen sein sollen, entscheiden sich die Bauherren oft für großflächige Keramikfliesen in Naturtönen. Holz ist zum Beispiel aufgrund seiner angenehmen Wärme und Natürlichkeit die ideale Grundlage für alle sogenannten Barfußbereiche. Darüber hinaus liegt es im Trend, kühle Naturstoffe wie Keramik und Stein mit dem warmen Gegenspieler Holz zu kombinieren. Vier Holzarten bieten der Feuchtigkeit die Stirn. Merbau, Eiche, Bernsteineiche und Achateiche trotzen der Nässe, weil sie besonders schwind- und quellarm sind.

Große Duschen, geräumige Wannen und wohnliche Badmöbel unterstützen den Eindruck einer kleinen Ruheoase. Technische Features wie harmonische Beleuchtung und persönlich programmierbare Sound- und Musikeffekte machen aus dem Waschen ein Erlebnis. Medien wie das Internet oder Newsanbieter, die in Schränke oder Spiegel integriert werden sollen, formen aus dem Bad immer mehr ein Erlebniszimmer. Doppelte Waschtische im Bad werden immer beliebter und auch bequeme Sitzmöglichkeiten halten Einzug. Damit es nicht ungemütlich wird, wenn das Gespräch länger dauert. Fitnessübungen im Bad abzuhalten, soll nichts Ungewöhnliches mehr sein. Damit erhält der Raum eine weitere Funktion, die früher nicht ins Konzept des einfachen Waschraums gepasst hätte.

Darüberhinaus feiert die Sauna als gesellschaftlicher Ort ihr Comeback. Diese ist häufig mit transparenten Wänden ausgestattet und nicht im Keller sondern im wohnlichen Badezimmer platziert. Und wo kein direktes Spritzwasser an die Wand schlägt, können auch Designtapeten oder Anstriche mit Speziallack versiegelt werden. So entstehen ganz neue Perspektiven.

Die Wanne im Wald oder der Essplatz mit Blick aus Meer schaffen Raum - nicht nur im Kopf. Voll im Trend sind kunstvoll gesetzte Texte oder Text-Bild-Kollagen. Hier kann man seine Ideen einfach freien Lauf lassen.
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