Basketball-Heim-EM: unerklärliche Nervenschwäche

Zum Kommentar über das Abschneiden des deutschen Basketballteams bei der Heim-EM:

Auch wenn das deutsche Korbjäger-Team die mit Abstand schwerste Gruppe erwischte, bin ich der Meinung, ein Weiterkommen ins Achtelfinale wäre absolut möglich gewesen. Eigentlich hätte man mit der Qualität des Kaders das Viertelfinale erreichen müssen. Unerklärliche Nervenschwäche im entscheidenden Moment gegen Serbien, Italien, Spanien, das katastrophale erste Viertel gegen die Türkei, das gegen die Topteams Spanien, Serbien, Frankreich mit mehr als 20 Punkten verlor, war der Grundstein des Ausscheidens. Die gute Zukunftsperspektive ist nur ein schwacher Trost. Zum einen, da man wahrscheinlich in jeder anderen Gruppe das Achtelfinale erreicht hätte, zum anderen, weil man durch den nicht verwandelten Freiwurf von Dennis Schröder Spanien den Weg zum EM-Titel ebnete. Bei einem 77:77-Ausgleich (man erinnere sich, Deutschland hatte in den letzten 50 Sekunden fast sieben Punkte aufgeholt) hätte das DBB-Team den psychologischen Vorteil gehabt und meiner Ansicht nach dieses Spiel gewonnen. Spanien wäre nach Hause gefahren.

Die andere Erkenntnis: Die Finalteilnehmer Spanien und Litauen konnten sich nach einer eher durchwachsenen Vorrunde deutlich steigern, während Teams, die in der Vorrunde durchmarschierten (Frankreich, Serbien, Griechenland), im Viertel- bzw. Halbfinale scheiterten.

Auf mein Unverständnis stieß die schlechte Berichterstattung in den Medien nach dem deutschen Ausscheiden über die Basketball-Heim-EM. Im frei empfangbaren Sportfernsehen wurde so gut wie nichts mehr berichtet, geschweige denn Spiele gezeigt. Auch im "Neuen Tag" wurden gerade mal die Ergebnisse bzw. Spielplan durchgegeben. Eine absolute Schande!

Lothar Bauer, 91275 Auerbach
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